Reisen mit Sinn

Antarctica Cruises ©Francisco Andreas

In der Saison 2024/2025 besuchten rund 80.000 Touristen die Antarktis, wobei deutsche Reisende regelmäßig zu den wichtigsten Nationalitäten zählen.

Von der Walidentifikation über die Analyse von Mikroplastik bis hin zur Wolkenbeobachtung ermöglichen diese Programme eine aktive Beteiligung an Forschung und Naturschutz in einigen der entlegensten Regionen der Welt.

Immer mehr Reisende suchen nach Erlebnissen mit Mehrwert. Laut aktuellen Entwicklungen wächst insbesondere der Markt für Expeditionskreuzfahrten in die Antarktis, Arktis und die Galápagos-Inseln mit einem Anstieg der Passagierzahlen von 21,6 % zwischen 2023 und 2024. Der Trend: Urlaub wird zur aktiven Teilnahme an Wissenschaft und Naturschutz.

Statt nur zu beobachten, beteiligen sich Reisende heute direkt an Forschungsprojekten. Auf Expeditionskreuzfahrten sammeln sie Daten in einigen der entlegensten Regionen der Welt gemeinsam mit Wissenschaftlern.

Die Wirkung von Citizen Science auf Expeditionsreisen

Citizen Science ermöglicht es Reisenden, auch ohne Vorkenntnisse aktiv an wissenschaftlichen Projekten teilzunehmen. Unterstützt durch digitale Plattformen hat sich diese Form der Zusammenarbeit weltweit stark entwickelt und liefert wertvolle Daten. Besonders in abgelegenen Regionen wie der Antarktis, der Arktis oder Patagonien gewinnt sie an Bedeutung: Gemeinsam mit Experten sammeln und analysieren Reisende vor Ort Daten, tragen zum besseren Verständnis sensibler Ökosysteme bei und stärken zugleich das Bewusstsein für aktuelle Umweltfragen.

Vor diesem Hintergrund stellen die Expeditionsreise-Experten von Antarctica Cruises (spezialisiert auf Expeditionsreisen in die Antarktis, Arktis und nach Patagonien) ausgewählte Programme vor, an denen Passagiere an Bord von Expeditionsschiffen und Zodiac-Booten teilnehmen können und dabei wichtige Daten aus einigen der entlegensten Regionen der Erde liefern.

Fotobasierte Walidentifikation

Reisende fotografieren Wale und helfen anhand individueller Merkmale wie Fluken und Narben einzelne Tiere zu identifizieren. Über Plattformen wie Happywhale tragen sie so zu Daten über Migration und Populationen bei.

Identifizierung von Pinguinen

Über Projekte wie Penguin Watch analysieren Teilnehmende Bilder, um Pinguine, Küken und Eier zu zählen. Ergänzt wird dies durch Expeditionen vor Ort, die das Verständnis für Klimawandel und Artenschutz vertiefen.

Erfassung von Seevögeln und Arten

Reisende dokumentieren beobachtete Tiere über Apps wie eBird oder iNaturalist. So entstehen globale Datenbanken zur Biodiversität mit Informationen zu Verbreitung und Lebensräumen.

Proben von Phytoplankton und Mikroplastik

Teilnehmende sammeln Wasserproben, um Meeresökosysteme und Verschmutzung zu analysieren. Die Daten helfen, Veränderungen im Ozean und die Auswirkungen von Mikroplastik besser zu verstehen.

Proben von Phytoplankton und Mikroplastik

Teilnehmende sammeln Wasserproben, um Meeresökosysteme und Verschmutzung zu analysieren. Die Daten helfen, Veränderungen im Ozean und die Auswirkungen von Mikroplastik besser zu verstehen.

Beobachtung von Polarlichtern

Mit Tools wie Aurorasaurus dokumentieren Reisende Sichtungen von Nordlichtern. Die gesammelten Daten verbessern das Verständnis und die Vorhersage dieses Naturphänomens.

„Unsere Mission ist klar: Diese abgelegenen Regionen für Menschen zugänglich zu machen, die mehr als nur eine Reise suchen, indem wir Exploration, Lernen und aktive wissenschaftliche Teilnahme verbinden. In Zusammenarbeit mit Glaziologen, Meeresbiologen und anderen führenden Experten wird jede Expedition zu einer Gelegenheit, zu bedeutender Feldforschung beizutragen, die unser Verständnis dieser außergewöhnlichen Ökosysteme vertieft und ihren langfristigen Schutz unterstützt“, erklärt Jeremy Clubb, Gründer und Geschäftsführer von Antarctica Cruises.