Kulturerlebnis, Clubbing, Shopping oder Sightseeing – es gibt viele Gründe für einen kurzen City Break. Neben Warszawa (Warschau) oder Kraków (Krakau) hat Polen auch andere attraktive Metropolen, die entdeckt werden wollen. Dazu gehören etwa Lublin und Łódź (Lodsch). Lublin bereitet sich auf das Jahr 2029 als Europäische Kulturhauptstadt vor, die einstige Textil- und Filmmetropole Łódź entwickelt sich zum Zentrum für junge Designkunst. Beide Städte sind ideal für einen kurzen City Break im goldenen polnischen Herbst.

Inhaltsübersicht
Lublin – Europäische Kulturhauptstadt 2029
In Lublin empfängt Besucher eine jahrhundertealte Geschichte, mit der sich die Stadt ganz bewusst auseinandersetzt. So verbindet das offizielle Konzept für das Kulturhauptstadtjahr „RE:UNION“ die Vergangenheit mit dem Anspruch, neue Beziehungen zwischen Kulturen, Generationen und Stadtgesellschaft zu schaffen. Schon jetzt finden im Vorfeld zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt.
Auf dem Königsschloss wurde 1569 die Lubliner Union geschlossen, die mit Polen-Litauen den größten Flächenstaat des damaligen Europas schuf. Heute zeigt dort das Nationalmuseum polnische Malerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die christlich geprägte Altstadt wurde aufwendig restauriert. Unter den prachtvollen Bürgerhäusern aus Renaissance- und Barockzeit laden die verwinkelten, in den Fels gehauenen Kellergewölbe einstiger Händlerfamilien zum Besuch ein.

Nur wenige Schritte vor der Altstadt befand sich das einstige jüdische Viertel. Der Verein Brama Grodzka/Teatr NN im gleichnamigen Grodzka-Tor widmet sich der Erinnerungsarbeit rund um das jüdische Lublin. Mit Ausstellungen, Theaterstücken, Performances und Festivals macht es verschwundene Nachbarschaften über Namen und Biografien wieder sichtbar.

Łódź – pulsierendes junges Kunst- und Designzentrum
Wie kaum eine andere Stadt in Polen hat sich Łódź in den vergangenen 200 Jahren immer wieder gewandelt. Von der Ackerbürgerstadt zur Textilmetropole im 19. Jahrhundert, nach Ende des Zweiten Weltkrieges zur Filmmetropole von Weltrang und schließlich zum Zentrum für eine junge Kunst- und Designszene. All diese Veränderungen sind tief in das Gedächtnis der Stadt eingeschrieben und bestimmen ihre aktuelle Entwicklung.

Zahlreiche einst verfallene Fabrikareale wurden restauriert, modernisiert und bieten heute Platz für Einkaufszentren, schicke Stadtwohnungen, Ateliers, Galerien und Museen. Zu den interessantesten Orten gehört das OFF Piotrkowska in einer ehemaligen Fabrik an der beliebten Flaniermeile ul. Piotrkowska. Das quirlige Zentrum bietet Ateliers und Verkaufsräume für Nachwuchskünstler, urbane Fusiongastronomie und Clubbing.

Mit Księży Młyn ließ der Industrielle Karl Scheibler im 19. Jahrhundert ein riesiges Fabrik- und Wohnareal errichten. Besonders sehenswert ist die als Gartenstadt konzipierte gleichnamige Siedlung mit ihren kleinen „Famuły“ genannten Wohnhäusern. In den Stadtpalästen der einstigen Fabrikherren und in einigen Fabriken befinden sich heute zudem wichtige Museen, wie etwa das Zentrale Textilmuseum, das Filmmuseum oder das Städtische Museum im prachtvollen Poznański-Palast. Im früheren Kraftwerk EC1 lädt ein Science Centre mit Planetarium und wechselnden Ausstellungen zum Besuch ein.

Informationen zu Lublin unter www.lublin.eu , zu Łódź unter www.lodz.travel . Allgemeine Informationen zum Reiseland Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel





