Hobart – Lässige Stadt „Under Down Under“

Hobart Tasmanien ©Jarrad Seng

Die Hauptstadt Tasmaniens begeistert mit angesagten Designhotels an der Waterfront, progressiver Kunst, hippen Cafés, Restaurants und Bars, prächtigen Sandsteingebäuden und einer grundlegend entspannten Lebenseinstellung.

Kreativ. Lässig. Hip. Das ist Hobart. Durch die jahrhundertealte Siedlergeschichte von Tasmanien ist hier ein kultureller Schmelztiegel entstanden. 220.000 Einwohner, regionale Märkte, bunte Festivals, Kunstgalerien, Cafés und außergewöhnliche Restaurants prägen das Bild der Stadt und machen sie zu einer entspannten und vor allem modernen Metropole. Einzigartig und unbedingt einen Besuch wert: Das Mona, die größte privat finanzierte Kunstsammlung der südlichen Hemissphäre.

Zweitälteste Stadt Australiens

Tasmanien wurde 1642 eher zufällig vom Niederländer Abel Jaszoon Tasman entdeckt. Die Engländer gründeten die heutige Hauptstadt der Insel, Hobart, schließlich 1803; Hobart ist damit Australines zweitälteste Stadt nach Sydney. Hobart gehörte zu den wichtigsten Hafenstädten für Walfänger und hat bis heute große Bedeutung im Schiffsbau. Daraus resultierte schon früh ein ausgeprägter Wohlstand, der u.a. anhand der prächtigen Sandsteingebäude sichtbar ist. Am Fuße des 1.271 Meter hohen Mount Wellington gelegen, hat Hobart eine einmalige Lage und gilt heute als quirlige und äußerst gastfreundliche Stadt. Die Tasmanier haben durch ihre Vorgeschichte als Sträflingskolonie Wurzeln in aller Herren Länder und sind deshalb alles andere als provinziell. Vielmehr sind sie sich ihrer Herkunft bewusst und leben den multikulturellen Lebensstil mit Selbstbewusstsein und Stolz.

Extravagant und progressiv

2011 wurde in Hobart das „Museum of Old and Modern Art“, kurz Mona, von David Walsh eröffnet. Das vielleicht progressivste Kunstmuseum der Welt ist alles nur nicht das, was man von einem Museum erwartet. Der exzentrische Selfmade-Millionär hat direkt am Wasser und bis tief in den Untergrund ein Refugium für zeitgenössische, teils provozierende, teils sogar verstörende Kunst geschaffen. Insgesamt beherbergt das Mona 1.900 Werke und beschäftigt sich vor allem mit den Themen Sex und Tod. Walsh selbst hat viele Beschreibungen – diese reichen von verrückt über eingebildet bis genial. Fakt ist: Das Mona ist ein einzigartiges Gesamtkunstwerk inklusive exklusiver Restaurants, Bar, Brauerei und Winery, das bei keinem Hobart-Besuch auf der Bucket List fehlen darf – egal ob kulturinteressiert oder nicht! Doch auch beim Flanieren durch die Straßen von Hobart lässt sich Einiges entdecken: am Salamanca Place kann man die prächtigen Gebäude bewundern und durch das Salamanca Arts Centre mit seinen vielen Gallerien, Boutiquen und Innenhöfen schlendern, das Parliament House besichtigen und beim wöchentlichen Salamanca Market jeweils samstags tasmanische Handwerkskunst und Spezialitäten erwerben.

Hobart aktiv

Auch für Outdoor-Fans hat Hobart einiges zu bieten, da es am Fuße des Mount Wellington und direkt am Meer liegt. Nur rund 20 Minuten dauert die Fahrt mit dem Bus oder Mietwagen auf den 1.271 Meter hohen Berg, an dem häufig Kängurus und Wallabies anzutreffen sind. Zahlreiche Touren führen durch Regenwald und vorbei an Quellen, Bächen und Wasserfällen hinauf und offenbaren, wie beispielsweise der vierstündige Organ Pipes Walk entlang der Dolerit-Klippen, spektakuläre Blicke über Hobart. Praktisch: Vom Gipfel zurück in die Stadt kann man den Linienbus nehmen. Beliebt sind auch die zahlreichen Bike-Wege sowie der Aufstieg mit dem Pferd durch die abwechslungsreiche Natur. An guten Tagen können Besucher bis zum Freycinet National Park sehen – ein einmaliger 360 Grad Blick! Ein spektakuläres Highlight ist das täglich angebotene Mount Wellington Descent: Dabei geht es zunächst mit dem Kleinbus zum Gipfel des Berges und von da 21 Kilometer downhill zurück nach Hobart. Der gesamte Berg ist ein Nationalpark und hat damit eine geschützte Flora und Fauna zu bieten.

Genuss an jeder Ecke

Tasmanien ist als Genussinsel Australiens bekannt – Hobart setzt dem Ganzen aber die Krone auf. Die Stadt setzt kulinarische Maßstäbe und bündelt das Beste aus Tasmanien auf engstem Raum. An der Waterfront gibt es zwischen Ablegestellen und Designhotels leckeren Fish&Chips, frische Austern und Seafood. In außergewöhnlich kreativen Restaurants werden die frischen Zutaten der Insel zu köstlichen Kreationen verarbeitet. Das Franklin beispielsweise wurde zu den zehn besten Restaurants Australiens gewählt. Jedes Jahr erleben Besucher und Einheimische zudem das einwöchige „Taste of Tasmania“-Festival, welches immer über Silvester am Hafen von Hobart stattfindet. Hier präsentieren lokale Erzeuger den rund 300.000 Gästen ihre Produkte, warten mit exklusiven Neuigkeiten auf – letztes Jahr gab es beispielsweise Wallaby-Burritos – und stehen mit ihrem ausgeprägten Fachwissen zur Verfügung. Natürlich gibt es hier nicht nur etwas zum Beißen, sondern auch preisgekrönten tasmanischen Whiskey, Gin oder Vodka zum Verkosten. Abseits des Festivals statten Besucher gerne der vor den Toren Hobarts gelegenen Lark Distilery oder der Sullivans Cove Distillery sowie den Wineries im Coal River Valley oder Derwent Valley einen Besuch ab.

Weitere Infos unter www.discovertasmania.com