Die Tasmanischen 5

Fünf tasmanische Tiere, die jeder Australien-Urlauber gesehen haben sollte: Tasmanischer Teufel, Schnabeltier, Wallaby, Wombat und Tüpfelbeutelmarder fühlen sich auf der Insel „under down under“ pudelwohl. Deshalb kann man sie auch in freier Wildbahn beobachten.

Tasmanischer Teufel ©Supplied Courtesy of Tasmanian Devil Unzoo

Mit Schnabeltieren paddeln, Wombats oder Wallabys aus nächster Nähe beobachten, Tüpfelbeutelmarder oder Tasmanischem Teufel auf die Spur gehen – das alles lässt sich in einem Tasmanien-Urlaub erleben. Australiens wildes Naturparadies ist das wohl am besten erreichbare Ende der Welt und Heimat der Tasmanischen 5. Auf der Insel „under down under“, deren Fläche zu 45 Prozent als Nationalpark ausgewiesen und zu 20 Prozent UNESCO Weltnaturerbe ist, warten üppige Regenwälder, spektakuläre Berglandschaften, fruchtbare Weingegenden, schroffe Felsklippen, puderweiße Sandstrände und die sauberste Luft der Welt nur darauf, entdeckt, erlebt, eingeatmet zu werden. Wer sich beispielsweise am Cradle Mountain, auf Maria Island oder in den Western Wilds auf die Suche nach den Tasmanischen 5 begibt, erkundet Australiens Outdoor-Insel auf ganz besonders intensive Weise. Der Alltag und jeder Stress werden dabei vom ersten Moment an weit, weit hinter sich gelassen. Endlich Zeit, ganz tief durchzuatmen.

Mit Tasmanischen Teufeln am Lagerfeuer sitzen

Teuflisch laut kann er sein, auch wenn er mit seinem schwarzen Fell und dem eher rundlichen Körperbau extrem niedlich aussieht: Die Rede ist vom Tasmanischen Teufel. Wer den tasmanischen Teufel live erleben möchte, sollte der Aufzuchtstation Devils@Cradle einen Besuch abstatten. Hier lassen sich im tasmanischen Frühling Teufelmütter mit ihren Jungen beobachten. Die Aufzuchtstation liegt mitten im Cradle Mountain – Lake Saint Clair National Park, der Teil des UNESCO Weltnaturerbes ist.

Eine (Tages-)Wanderung auf den 1.545 Meter hohen Cradle Mountain ist ein Outdoor-Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Auf der Bucket List vieler Wanderer steht zudem der Overland Track. Der bekannteste der tasmanischen Great Walks führt auf 85 Kilometern vom Cradle Valley vorbei am Cradle Mountain zum Lake St. Clair.

Mit Schnabeltieren auf dem Derwent River paddeln
Schnabeltier Geeveston ©Ash Thomson Photography

Seien wir mal ehrlich: Sie sehen einfach lustig aus. Nichts an dem bis zu 55 Zentimeter langen Säugetier mit Fell, Flossen und Entenschnabel scheint normal. Auf der Kajak-Tour „Paddle with the Platypus“ entlang des malerischen Flusses Derwent begegnet man dem Schnabeltier in seinem natürlichen Lebensraum. Einige besonders verspielte Exemplare trauen sich manchmal sogar sehr nah ans Kajak heran. Die vielfach ausgezeichnete Tour startet in Bushy Park, etwa 50 Kilometer nordwestlich von Hobart. Der Derwent River ist übrigens ein hervorragendes Reiseziel für Outdoorfreunde. Von seinem Ursprung im Lake St. Clair bis zu seiner Mündung in der Tasmanischen See bei Hobart kann man entlang seiner Ufer wandern oder auf seinen Gewässern raften, kajaken oder eine Bootstour unternehmen.

Albino-Bennetts Wallaby auf Bruny Island ©Tourism-Tasmania Darren Dickson
Mit Wallabys am Strand chillen

Känguru oder nicht Känguru – das ist beim Wallaby die Frage. Denn gravierende Unterschiede gibt es nicht. Wallabys sind einfach eine kleine Art von Kängurus, die maximal 80 Zentimeter groß wird. Im Freycinet National Park fühlen sich die kleinen Hüpfer, die man grundsätzlich auf ganz Tasmanien meist in der Dämmerung zu Gesicht bekommt, besonders wohl. Kein Wunder, hier gibt es auch einige der schönsten Strände der Welt. Zum Beispiel die halbkreisförmige Wineglass Bay mit ihrem puderweißen Sand. Auf einem der unterschiedlich anspruchsvollen Walks rund um die weltberühmte Bucht haben Urlauber sehr gute Chancen, Wallabys aus nächster Nähe zu sehen.

Tipp: Wer das seltene Albino Wallaby beobachten will, sollte einen Ausflug nach Bruny Island machen. Mangels natürlicher Fressfeinde auf der Hobart vorgelagerten Insel hat sich hier eine beträchtliche Population der weißen Wallabys etabliert. Und wenn man schon mal da ist sollte man sich auf „Bruny“ keinesfalls das frische Seafood und die vielleicht besten Austern Australiens entgehen lassen.

Die Wombats auf ihrer Insel besuchen
Tasmanien Kangaroos Narawntapu National Park ©Jess Bonde

Sie gelten als unglaublich entspannt und verbringen die Zeit am liebsten beim Grasen: Die Rede ist von Wombats. Die rund 85 Zentimeter langen Beutelsäuger laufen einem beim Wandern u.a. am Fuße des Cradle Mountain sprichwörtlich über den Weg.  Apropos wandern: Knapp 3.000 Kilometer Wanderwege und 880 Tracks finden sich auf Tasmanien – von kurzen Spaziergängen bis zu mehrtägigen Wanderungen.

Wer in Sachen Wombats auf Nummer sicher gehen möchte, muss nach Maria Island. Auf der Insel vor der Ostküste Tasmaniens stören weder Handyempfang noch Autos die Idylle. Es gibt nicht einmal Geschäfte oder Restaurants. Dafür hunderte Wombats, die nach dem Anlanden nach der rund 40-minütigen Überfahrt mit der Fähre auf „ihrer“ Insel nicht zu verfehlen sind. Tipp: Wer das ultimative Naturerlebnis sucht, sollte den viertägigen Maria Island Walk buchen – Glamping auf der Insel inklusive.

Tüpfelbeutelmarder ©Tourism-Tasmania Rob Burnett
Tüpfelbeutelmarder auf einem nächtlichen Streifzug entdecken

Spotted Quolls, zu Deutsch: Tüpfelbeutelmarder, sind Raubbeutler mit gepunktetem Fell und spitzer Schnauze. Sie sind ziemlich selten und gar nicht so einfach zu entdecken. Bei der geführten Quoll Patrol mit Start in Launceston oder Scottsdale im Norden Tasmaniens geht es nach einem Campfire Dinner auf die Suche nach dem niedlichen Räuber. Ganz nebenbei nimmt man noch ein paar andere tasmanische Highlights mit, so zum Beispiel den Ben Lomond, den höchsten Punkt Tasmaniens, der mit dem Auto erreichbar ist. Neben dem Tüpfelbeutelmarder zeigen sich auf der Tour mit aller Wahrscheinlichkeit auch Wallabys, Wombats, Forester Kängurus und Opossums.

Weitere Infos und Tipps unter www.discovertasmania.com.au/dieTasmanischen5