Seit fast zehn Jahren plant Hoteliersfamilie Lechner den umfassenden Umbau des Naturhotel Molin im Südtiroler Ahrntal. Nun steht die Wiedereröffnung des Vier-Sterne-Hauses am 17. Juli 2026 bevor. Im Interview gibt Markus Lechner Einblicke in das neue Molin, die dahinterstehende Idee und das künftige Gästeerlebnis.

Markus, im Naturhotel Molin wird seit dem 1. März dieses Jahres groß umgebaut. Warum haben Sie sich für diesen Schritt entschieden?
Die Planungen haben bereits im Jahr 2017 begonnen. Für uns ist es wichtig, zeitgemäßen Komfort sowie moderne Strukturen zu bieten und Urlaubstrends aufzugreifen. Gleichzeitig möchten wir die besondere Atmosphäre und den Charakter unseres Hauses bewahren. Mit diesem Umbau schaffen wir die Grundlage, das Naturhotel Molin auch in Zukunft erfolgreich weiterzuführen und unseren Gästen ein noch hochwertigeres Erlebnis zu ermöglichen.
Welche Herausforderungen bringt der Umbau mit sich?
Besonders die Genehmigungsverfahren haben viel Zeit und Geduld erfordert. Hinzu kommt die ständige Abwägung, ob die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Die größte Aufgabe bestand darin, moderne Architektur mit den traditionellen Werten unseres Tals in Einklang zu bringen. Uns war es wichtig, ein Hotel zu schaffen, das innovativ ist und sich zugleich harmonisch in die Landschaft und Kultur des Südtiroler Ahrntals einfügt.

Was erwartet Gäste nach der Neueröffnung?
Sie dürfen sich auf ein komplett neues Erscheinungsbild freuen. Die modernisierte Fassade verleiht dem Molin einen frischen, zeitgemäßen Charakter, genau wie die neuen Suiten. Auch die Speiseräume werden neugestaltet und durch ein überarbeitetes Buffetkonzept ergänzt. Ein Highlight ist die Außensauna, die den Wellnessbereich zusätzlich aufwertet. Insgesamt entsteht ein stimmiges, durchgängiges Design.

Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?
Darauf, das fertige Gesamtprojekt zu sehen: ein Hotel, in dem alle Bereiche aufeinander abgestimmt sind. Gleichzeitig erfüllt es mich mit Stolz, das weiterzuführen, was meine Eltern – insbesondere mein bereits verstorbener Vater – begonnen haben. Es ist schön zu sehen, wie aus einer langjährigen Vision endlich Realität wird.
Welche Zielgruppe sprechen Sie nach der Neueröffnung an?
Vor allem Familien, Naturliebhaber und Genießer sind bei uns richtig. Das Ahrntal überzeugt mit einer Landschaft, die zu jeder Jahreszeit begeistert. Die Kombination aus Naturerlebnis, Gastfreundschaft, Komfort und Kulinarik macht den Aufenthalt so besonders.
Sie betreiben das Hotel gemeinsam mit Ihrer Frau Daria. Waren Sie sich bei den Umbauplänen immer einig?
Natürlich gab es bei einem Projekt dieser Größenordnung auch unterschiedliche Meinungen, die sich jedoch als Stärke erwiesen haben. Meine Frau Daria verantwortet den kreativen Part. Gemeinsam mit dem Innenarchitekten entwickelte sie die Bemusterungen, Farben und Gestaltungskonzepte und bewies ein ausgeprägtes Gespür für Details. Ich selbst war vor allem für die technischen Aspekte, Genehmigungen, Bauverhandlungen und die Budgetplanung zuständig. Durch diese klare Aufgabenverteilung haben wir uns ideal ergänzt und als Team gute Entscheidungen getroffen.
Planen Ihre beiden Töchter, das Molin in der Zukunft zu übernehmen?
Unsere ältere Tochter Claudia ist 16 Jahre alt und besucht das dritte Jahr der Hotelfachschule. Sie ist interessiert an der Hotellerie und hat ihren Lehrabschluss im Service bereits absolviert. Anna ist in der 8. Klasse und träumt davon, Patissière zu werden – wobei sie scherzhaft oft sagt, dass sie später lieber gleich Hotelchefin werden möchte. Ob die beiden eines Tages das Naturhotel Molin übernehmen, wird sich zeigen. Wir würden uns freuen, die Entscheidung liegt jedoch bei ihnen.






