6 Gründe für eine Oslo-Reise 2020

2020 ist in Oslo ein Jahr der großen Eröffnungen. Gleich mehrere Langzeitprojekte werden in diesem Jahr erstmals für Besucher zugänglich sein. Hier sind daher sechs Gründe, gerade in diesem Jahr einen Städtetrip nach Oslo zu planen:

  1. Das neue Munch Museum am Oslofjord ©Estudios Herreros
    Das neue Munch-Museum

    ​​Edvard Munch ist einer der bedeutendsten Künstler der Welt. Das neue, ikonische Munch-Museum im Osloer Stadtzentrum bietet ab dem Sommer eindrucksvolle und moderne Kunsterlebnisse. Das Museum ist eines der größten Museen der Welt, das einem einzigen Künstler gewidmet ist. Edvard Munchs Kunst wird in drei Dauerausstellungen gezeigt, was bedeutet, dass viele seiner 28.000 Werke durchgehend zu sehen sind. Temporäre Ausstellungen präsentieren die Werke bedeutender norwegischer und internationaler Künstler, dazu kommen Werkschauen mit innovativer zeitgenössischer Kunst.
    ​Das neue Gebäude hat 13 Stockwerke. Die 11 Ausstellungshallen des neuen Munch-Museums verteilen sich auf 7 Stockwerke.
    ​Neben den Ausstellungen bietet das Museum Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen. In Workshops können Familien gemeinsam Kunstwerke erschaffen, und im Restaurant im 13. Stock genießt man neben dem Essen auch eine spektakuläre Aussicht über den Oslofjord.

  2. Neue Osloer Stadtbibliothek „Deichmanske Bibliotek“

    ​​Die ​vielen Bibliotheken des Landes könnten ein Grund dafür sein, dass die Norweger im internationalen Vergleich zu den Viellesern gehören. Die neue, hochmoderne „Deichmanske Bibliotek“ im Stadtteil Bjørvika nahe der Oper gehört zudem definitiv auf die Liste der außergewöhnlichsten norwegischen Bibliotheken. Das moderne Gebäude soll ein kostenlos nutzbarer Gemeinschaftsraum für Diskussionen, Workshops, Filmvorführungen und Lernen sein – und natürlich zum Lesen.
    ​Am 16. Januar werden 1.000 Osloer Fünftklässler mit 7.000 Büchern aus der Kinderbuchabteilung der alten Hauptbibliothek im Stadtteil Hammersborg durch die Karl-Johans-Gate, Oslos “Paradestraße”, zur neuen Bibliothek marschieren. In der von berittener Polizei und dem “Det Elektriske Korps” (The Electric Band) begleiteten Buchparade wird jedes Kind 7 Bücher mit zur neuen Stadtbibliothek tragen. Dort werden sie von Kronprinzessin Mette-Marit empfangen und begrüßt.

  3. Kulturdestination Ramme

    ​​Ramme ist ein ganz neues kulturelles Reiseziel, ca. 40 Kilometer südlich von Oslo. Das Anwesen gehörte früher Edvard Munch, der hier einige seiner berühmtesten Werke malte. “Der Ort, den ich habe, ist fast der schönste entlang der gesamten Küste”, schrieb er 1910 an seine Tante Karen. In Ramme geht es aber nicht nur um Munch, sondern auch um Kunstausstellungen, Theaterstücke, Konzerte und andere kulturelle Aktivitäten. Während eines Besuches dort kann man im Ramme Fjordhotell übernachten, Bio-Lebensmittel vom Besucherhof Ramme Gård essen und im Wald oder im Park spazieren gehen.

  4. Das Klimahaus im Botanischen Garten

    ​Im neuen ​Klimahaus im Botanischen Garten von Oslo erfährt man alles über das Klima: Was bedeutet der Klimawandel für den Planeten, welche Lösungen gibt es, und was kann jeder Einzelne für das Klima tun? Die Hauptzielgruppe sind junge Menschen, aber auch für einen Familienausflug ist das Klimahaus sehr gut geeignet. Der Botanische Garten mit dem Klimahaus liegt etwa 20 Gehminuten vom Hauptbahnhof Oslo entfernt.

  5. Der neue Chefdirigent der Osloer Philharmoniker

    ​Trotz seiner erst 23 Jahre sind die Erwartungen an den neuen Chefdirigenten der ​Osloer Philharmonie, Klaus Mäkelä, groß. „Mit seinem profunden musikalischen Können und seinen starken künstlerischen Interpretationen hat er sich bereits auf dem internationalen Parkett ausgezeichnet“, sagt Ingrid Røynesdal, CEO der Osloer Philharmonie. Seine offizielle Amtszeit bei den Osloer Philharmonikern tritt Klaus Mäkelä im August 2020 an. Konzerte gibt er bereits ab Februar. Tickets können bereits gebucht werden.

Das neue Nationalmuseum…

… wird das größte Kunstmuseum der Nordischen Länder und 2021 eröffnet. Hier werden die Sammlungen der Nationalgalerie, des Museums für zeitgenössische Kunst und des Norwegischen Museums für dekorative Kunst und Design unter einem Dach zu sehen sein. Bis zur Eröffnung kann man das Informationszentrum „Mellomstasjonen“ in der Nähe von Aker Brygge besuchen. Hier ist zu sehen, wie sich das ​größte Kunstmuseum der Nordischen Länder entwickelt. Führungen und Künstlergesprächen werden bereits in diesem Jahr angeboten.