Zehn Alternativen zu Ski alpin

Langlaufen in Leutasch ©Olympiaregion Seefeld Stephan Elsler

Keine Lust auf enge Gondeln, Parkplatzhektik und Pistenstau? Warum nicht mal die Alpinski daheim stehen lassen und Aktivurlaub abseits des Skirummels machen? Zehn Alternativen, die man im kommenden Winter in Betracht ziehen sollte.

Langlaufen

Langlaufen ist der beste Mix aus sportlicher Ganzkörperbewegung, Outdoor-Wellness und Naturerfahrung mit allen Sinnen. Das Beste an dieser uralten Wintersportart: Man stellt sich einfach auf die zwei schmalen Latten und läuft los! Unsere Topspots: Osttirol, die Bergheimat des gemütlichen Langlaufwanderns von Dorf zu Dorf. Der Dachsteiner Gletscher – Langlaufen auf fast 3.000 Metern Höhe. Und die Olympiaregion Seefeld: unterwegs auf den schmalen Spuren der WM-Loipen 2019.

Winterwanderdorf Kartitsch ©TVBOsttirol BergimBild
Winterwandern

Keinen Bock auf schmale Latten, Pisten und Loipen? Immer mehr Winterurlauber wandern einfach nur – mit Winterstiefeln an den Füßen und dick eingepackt – durch die weiße Glitzerwelt. Auf präparierten und beschilderten Wegen. Erste Adresse: Kartitisch in Osttirol, Österreichs erstes Winterwanderdorf. Auch fein:  Winterwandern im kleinen Bergsteigerdorf Krakau in der Steiermark. Und wer gleich mehrere Tage den Weißen Rausch erleben will, sollte zum Winterweitwandern nach Seefeld. Und was auf den Gaumen gibt’s bei den kulinarischen Winterwanderungen in Baiersbronn im Schwarzwald.

Schneeschuhwandern Murtal Murau ©photo-austria.at
Schneeschuhwandern

Schneeschuhe sind die ältesten winterlichen Fortbewegungsmittel der Menschheit. Gerade erlebt „Snowshoeing“ ein Revival. Die Vorteile: Man muss nicht Skifahren können, um einen winterlichen Gipfel zu besteigen. Aber Obacht Lawinen! Ganz vorne in puncto Schneeschuh-Abenteuer: die Nature-Watch- und Sonnuntergangstouren im Nationalpark Hohe Tauern. Oder warum nicht in die Urlaubsregion Murau-Murtal? Hier in der Steiermark steigt das größte Schneeschuhfestival Österreichs!

Skitouren gehen

Wetten, dass Skitourengehen der Megatrend im kommenden Winter wird? Und einer der Hotspots im positiven Sinn ist Osttirol. Hier kann man die Faszination, aus eigener Kraft zum Gipfel zu steigen und schwerelos durch den Tiefschnee wieder gen Tal zu schweben, besonders gut erleben. Bis weit in den Frühling, wenn anderswo keiner mehr an Schnee denkt. Pistenmüde Skifahrer, die das Tourengehen gefahrlos probieren möchten, sind rund um Innsbruck bestens aufgehoben. Neben Einsteigertouren auf Pisten gibt’s hier auch einen extra Skitouren-Lehrpfad.

Huskies in Warth
Husky-Touren

Hunde sind seit jeher die besten Freunde des Menschen. Und Huskies, also die nordischen Schlittenhunde mit den stahlblauen Augen, sind die sportlichsten Winterfreunde für Klein und Groß. Bei Andrea und Dietmar Haberl in der Steiermark freuen sich Anouk, Rocky, Thor und neun weitere Schlittenhunde auf den „Husky-Erlebnistag“. Und in Warth-Schröcken darf man nach einer Einweisung durch einen professionellen „Musher“ den Hundeschlitten sogar selbst steuern.

Eisfischen ©pixbay Fiskeavisen
Eisfischen

In der Olympiaregion Seefeld kann man im Winter nicht nur prima Eistockschießen und Eislaufen, sondern sogar auch Eisfischen – und das ganz ohne Angelschein. Ideal geeignet: Der Weidachsee in Leutasch. Der liegt in 1123 Meter Höhe und hat im Hochwinter eine dicke Eisdecke. Damit nichts passiert, werden die Eislöcher vom ortsansässigen Fischereiteam gebohrt. Kurze Eisangeln können direkt am See ausgeliehen werden. Und nach dem Eisfischen? Da verschließt man sein Loch mit einer Holzmarkierung – und sitzt anschließend bei einem heißen Tee oder Glühwein im Fischerstüberl zusammen.

Eisklettern
Eisklettern in Matrei

Klettern im Sommer ist lässig, aber Eisklettern an zugefrorenen Wasserfällen ist cool! Wer den eiskalten Tanz in der Senkrechten einmal ausprobieren möchte, findet die beste Möglichkeit dazu im Eiskletterpark am Matreier Tauernhaus in Osttirol. Hier findet vom 15. bis 17. Januar 2021 auch die sechste Ausgabe des Eiskletterfestivals statt. Mit Coachings, Materialtests, dem Wettkampf „Osttiroler Eismaster“, Glühwein und, und, und ist es mittlerweile das größte Eiskletterfestival in ganz Europa! Profis finden auch an den schattigen Eisfällen in den Bergsteigerdörfern im Sellraintal bei Innsbruck oder in Livigno ein vertikales Spielfeld.

Rodeln ©TVBInnbruck
Bob fahren

Innsbruck ist Olympiastadt. Und natürlich Bobstadt! Wer einmal den Nervenkitzel erleben will, ungebremst die eisige Röhre in Igls hinabzurasen, nimmt sich allen Mut zusammen – und im Gästebob Platz. Mitfahren kann jeder ab zwölf Jahren und 130 cm Körpergröße. Im Bob haben ein Profi-Fahrer und fünf Gäste Platz. Auf den 800 Metern Fahrtstrecke vom Damenstart aus vernichtet man 100 Höhenmeter – und wird am Ende fast 100 km/h schnell.

Snowbiken

Gute Nachrichten für alle Mountainbiker, die im Winter Trübsal blasen: Fatbikes erobern die Berge! Extra breite Reifen, grobe Stollen und auch der hochgeschätzte E-Motor ist bei modernen Snowbikes fast schon serienmäßig. Schneeweiße Bikestrecken gibt es zum Beispiel in Serfaus-Fiss-Ladis, in Schladming-Dachstein oder beim Outdoorsport-Alleskönner in Livigno. Wer nur Downhill in Fahrt kommt findet an der Muttereralm oberhalb von Innsbruck einen speziellen Winter-Bikepark.

Iglu in der Nacht ©Olav Crato
Iglu bauen

Eine schöne Vorstellung: Draußen sein. Inmitten der Natur. Weit ab vom Trubel der Skigebiete. Nur mit Freunden oder der Familie. Und mit einem Plan vor Augen: mit den eigenen Händen ein Iglu bauen. Unter fachkundiger Leitung kann man in der Tiroler Zugspitz Arena einen Iglu Bau-Workshop machen. Und als Stärkung zwischendurch gibt’s für die Iglu-Architekten eine deftige Mahlzeit überm Lagerfeuer.