Weihnachtstradition – Von Wolfenbüttel in die neue Welt

Weihnachtsflair in Wolfenbüttel ©Christian Bierwagen

In den Wochen vor Weihnachten hat Wolfenbüttel etwas Magisches: Überall funkelt und glitzert es in den historischen Gassen. Mehr als 1.000 Lichter an über 400 Schwibbögen in den Fenstern des historischen Rathauses sorgen für romantische Stimmung am Stadtmarkt. In der Fachwerkstadt verteilt leuchten übergroße Weihnachtsfiguren und laden zum Fotografieren ein. Die perfekte Kulisse für einen Besuch der gemütlichen Cafès, Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder besonderen Geschäfte in der Kleinstadt. Schöner kann man sich auf die Weihnachtszeit doch gar nicht einstimmen.

Weihnachtstradition – von Wolfenbüttel in die neue Welt

Die Kleinstadt in der Nähe des Harzes ist in ganz besonderer Weise mit der schönsten Zeit des Jahres verknüpft. So verfasste Hofkapellmeister Michael Praetorius einen Teil des bekannten Weihnachtsliedes „Es ist ein Ros entsprungen“ in der Hauptkirche der Stadt, Beatae Mariae Virginis. Und wer hätte gedacht, dass eine Wolfenbüttelerin den allerersten Weihnachtsbaum auf dem nordamerikanischen Kontinent aufstellte? Friederike Charlotte Louise Riedesel, Frau des gleichnamigen Wolfenbütteler Generals, brachte die Tradition mit nach Kanada – und damit in die neue Welt. Auf dem Stadtmarkt steht jedes Jahr die Friedenstanne als Symbol für Völkerverständigung. Die Initiative für das jährliche Aufstellen geht zurück auf befreundete Druidenlogen aus dem norwegischen Drammen und Wolfenbüttel.

Bummeln und Weihnachtsatmosphäre genießen
Romantische Adventshöfe in Wolfenbüttel ©Christian Bierwagen

Welche Geschichten – und Geheimnisse – die Stadt sonst noch zu bieten hat, das erfährt man bei einer der vielen Führungen. Bei „Tatorte Wolfenbüttel“ etwa geht es um einen heimtückischen Giftmischer und andere Kriminalgeschichten. Wer möchte, kann auch einen privaten Guide buchen, der auf individuelle Wünsche und Fragen eingeht. Das lässt sich natürlich wunderbar verbinden mit einem weihnachtlichen Bummel durch die Lessingstadt. Viele kleine, aber feine Geschäfte und Shops geben reichlich Gelegenheit und Inspiration für ausgefallene Weihnachtspräsente oder Mitbringsel. Viele Liebhaberstücke findet man zudem auf dem Künstler- und Kunsthandwerkermarkt im Schloss Wolfenbüttel am ersten Adventswochenende, auf dem gut 50 Aussteller Kreatives und Dekoratives anbieten.

In den historischen Gassen locken zudem schöne Cafés, in denen man im Winter gemütlich bei leckerem, heißen Kaffee und Kuchen sitzen oder sogar Kaffeespezialitäten aus der hauseigenen Rösterei genießen kann. Urige Restaurants unter anderem mit historischen Gewölben, aber auch solche in coolem, modernen Style bieten vielfältige Möglichkeiten für einen Zwischenstopp oder den Ausklang eines wunderschönen Tages.

Adventshöfe mit einzigartigem Charme

Geheimtipp und Highlight eines vorweihnachtlichen Besuches zugleich sind die malerischen Adventshöfe an jedem Adventswochenende in der Zeit von 16 bis 21 Uhr.
Jeder der sonst zumeist nicht öffentlich zugänglichen Innenhöfe hat seinen ganz eigenen Charme. Wunderschön dekoriert und illuminiert gewinnen sie jedes Jahr durch kulinarische Gaumenfreuden und besondere Angebote die Herzen der Besucher. Das schmälert natürlich keinesfalls den Zauber des Weihnachtsmarktes, der seit 1585 beliebter Treffpunkt für Einheimische sowie Gäste aus nah und fern ist.

Übrigens wurde auch der Film „Die Feuerzangenbowle“ von 1970 zu großen Teilen in Wolfenbüttel gedreht. Dabei spielten der Stadtmarkt, das Standesamt sowie Räume des Gymnasiums im Schloss als Filmkulisse eine Rolle. Eine besonders köstliche Feuerzangenbowle gibt es übrigens auch auf dem Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr vom 23. November bis zum 23. Dezember stattfindet. Was es in diesem Zusammenhang mit dem Ausruf „Lecker, lecker, lecker!“ auf sich hat, erkundet man am besten selbst bei einem Besuch in der traditionsreichen Weihnachtstadt Wolfenbüttel!

Mehr Informationen unter www.lessingstadt-wolfenbuettel.de