Tropische Stürme und Reiseplanung

Sturm mit verheerender Wirkung: Der Zyklon „Idai“ hat kürzlich in Mosambik schwerste Schäden verursacht und mehr als tausend Menschenleben gefordert. Immer wieder kommt es im Jahresverlauf auf der Welt zu starken Stürmen, die je nach Region zu anderen Zeiten auftreten können und eigene Bezeichnungen tragen. Das Tübinger Unternehmen A3M (www.global-monitoring.com), spezialisiert auf Krisenwarnsysteme, hat eine Übersicht erstellt, wann Reisende in welchen Gebieten mit Wirbelstürmen rechnen müssen und welcher Sturm sich hinter dem jeweiligen Begriff verbirgt.

Wie entsteht ein tropischer Wirbelsturm?

Stark erwärmte, feuchte Luftmassen bilden die Voraussetzung für einen tropischen Wirbelsturm. Diese können sich nur in den Tropen und Subtropen bei intensiver Sonneneinstrahlung über dem Meer bei einer Wassertemperatur von über 26 Grad bilden. Die Luftmassen dehnen sich dann aus, werden leichter und steigen auf, so dass sich Gewitterwolken bilden. Aus einem sogenannten Gewitterwolkenkomplex kann ein tropischer Wirbelsturm entstehen. Wenn er an Land tritt, kann er katastrophale Schäden nach sich ziehen.

In welcher Reisezeit ist die Wahrscheinlichkeit für tropische Wirbelstürme am geringsten?

Für viele Fernreiseziele eignen sich die Wintermonate am besten. Vor allem die Karibik, Florida, Mexiko, große Teile Südostasiens, Indien und Sri Lanka bieten sich dann für Reisen an. Urlaubsziele im Südwesten des Indischen Ozeans können auch im Sommer von Wirbelstürmen betroffen sein, die Sturmsaison ist aber deutlich weniger ausgeprägt.

Hurrikan

Als Hurrikan wird ein tropischer Wirbelsturm bezeichnet, der im Nordatlantik oder dem Nordostpazifik auftritt. Die Saison dauert meist von Ende Mai bis Dezember, die meisten Hurrikans treten zwischen Juli und August auf. Mit „Katrina“ traf 2005 einer der schlimmsten Hurrikans der vergangenen Jahrzehnte die US-amerikanische Stadt New Orleans, über 1.000 Menschen wurden damals getötet. In der Hurrikan-Zone liegen auch Reiseziele wie Kuba, Puerto Rico oder die Dominikanische Republik. Auch an der Karibikküste Mexikos oder in Florida ist in den Sommermonaten verstärkt mit Hurrikans zu rechnen. Die Inseln Hawaiis liegen ebenfalls im Einflussgebiet der Hurrikans, hier kommt es zwischen dem 1. Juni und 30. November am häufigsten zu Hurrikans.

Taifun

In Ost- und Südostasien, im nordwestlichen Teil des Pazifiks sowie in der Inselwelt Ozeaniens werden die tropischen Wirbelstürme Taifune genannt. Sie sind durchschnittlich noch größer, stärker und häufiger als Hurrikans. Ein Taifun wird durch ein mächtiges Tiefdruckgebiet gebildet und kann ganzjährig auftreten. Besonders häufig ist in der Zeit zwischen Juli und Dezember mit Taifunen zu rechnen. Menschen, die zu dieser Zeit beispielsweise nach China, Japan, Vietnam oder Kambodscha reisen, können sich mit der „Global Monitoring-“ App von A3M für iPhone- und Android-Geräte über aktuelle Warnungen und Wetterentwicklungen informieren.

Zyklon

Wirbelstürme, die im Indischen Ozean und westlichen Südpazifik auftreten, werden Zyklone genannt. In Australien, auf Mauritius, La Réunion, Madagaskar und der afrikanischen Ostküste spricht man ebenfalls von Zyklonen. Über dem nördlichen Indischen Ozean bilden sich Zyklone meist zwischen April und Dezember. In den bislang äußerst seltenen Fällen, in denen tropische Stürme im Südatlantik entstanden und Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke erreichten, wurden diese ebenfalls als Zyklone bezeichnet.