Summer in the City: Best of Bad Reichenhall

©Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing

Ein historisches Industriedenkmal, eine Kunstakademie für Jedermann, eine eigene Philharmonie und ein Kaufhaus, das den German Design Award trägt: Solche Highlights würde man wohl eher in Berlin vermuten als in einer süddeutschen Kleinstadt. Doch Bad Reichenhall hat sogar noch mehr in Sachen Natur, Kultur, Architektur, Shopping und Genuss zu bieten. Apropos – Liebhaber von süßen Köstlichkeiten naschen sich entweder durchs Mozartkugel-Sortiment der berühmten Confiserie Reber oder wandeln auf den Spuren des schillernden Entertainers und Multitalents Riccardo Simonetti. Er wurde in Bad Reichenhall geboren und seine Familie betreibt nahe dem Zentrum immer noch die beste Eisdiele der Kurmetropole. Wer mag, begibt sich wahlweise auf eigene Faust oder per Lauschtour-App durchs urbane Kleinod. Tipp: Die ab sofort auch digital abrufbare Staatsbad-Gastkarte erhalten Urlauber in allen Übernachtungsbetrieben gratis. Sie enthält freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und zahlreiche Ermäßigungen, zum Beispiel für den Aufenthalt auf dem Hausberg Predigtstuhl. www.bad-reichenhall.de

Kurhaus ©Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing
Historischer Auftakt mit (phil-)harmonischen Klängen

Bad Reichenhall ist berühmt für seine Bäderarchitektur und den Königlichen Kurgarten. Er gilt als einer der schönsten seiner Art in Mitteleuropa. Vorbei am Gradierhaus (1910), größtes AlpenSole-Freiluft-Inhalatorium der Welt, erreicht man das Königliche Kurhaus, erbaut 1899/1900 im monarchisch-bayerischen Stil von Neo-Renaissance und -Barock. Von Bad Reichenhalls mondäner Geschichte zeugt auch die Konzert-Rotunde von 1912. Noch heute ist der monumentale Säulenbau Schauplatz von Musikaufführungen der Bad Reichenhaller Philharmoniker. Besonders im Sommer erfreuen sich die Open-Air-Konzerte von Deutschlands einzigem philharmonischen Kurorchester größter Beliebtheit. Ein kleiner Abstecher führt noch zum mittelalterlichen Florianiplatz mit seinen bunten Giebelhäusern, wo sich Besucher um Jahrhunderte zurückversetzt fühlen.

DAS Souvenir: Mozartkugeln aus dem Café Reber

Das Familien-Stammhaus des Café Reber mit seiner historischen Fassade und dem roten Baldachin ist 1938 unverändert, im Inneren herrscht Biedermeier-Flair. Kaffeetrinker kehren dort ein und sollten sich unbedingt eine der Mozartkugeln gönnen, für die die Confiserie so bekannt ist. Dort begann auch die Erfolgsgeschichte der süßen Marzipan-Pistazien-Pralinés, die schnell in aller Welt berühmt wurden, noch heute in der Alpenstadt produziert werden und das perfekte Mitbringsel für alle daheimgebliebenen Naschkatzen sind. www.reber.com

Shop ‘til you drop: Fußgängerzone und Kaufhaus Juhasz
Florianiplatz ©Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing

In Bad Reichenhalls belebter Fußgängerzone reiht sich auf insgesamt zirka zwei Kilometern Länge ein nettes Geschäft ans andere. Entlang der Flaniermeilen Salzburger-, Ludwig- und Poststraße laden witzige Boutiquen wie PJ 21.1 mit Kleidung und ausgefallenen Wohnaccessoires oder die Genusswelt Irnsperger für Gourmets Shopping-Begeisterte zum Bummeln und Naschen ein. Besonders sehens- und erlebenswert ist das elegante Kaufhaus Juhasz, dessen modernes Ambiente 2019 sogar mit dem German Design Award in der Kategorie „Retail-Architektur“ ausgezeichnet wurde. Die Auswahl dort reicht von coolen, jungen Labels bis hin zu renommierten Modemachern. Darüber hinaus finden Stilsichere Original-Accessoires aus den 1950er-Jahren und Geschenke wie Kerzen, Gewürze oder edlen Gin, bevor sie beim kleinen Lunch auf der Dachterrasse mit Blick über die Stadt relaxen.

Thumsee ©Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing
Baden wie Siegmund Freud: Ausflug zum Thumsee

Bereits vor 120 Jahren galt der Thumsee bei Bad Reichenhall als beliebtes Urlaubsziel: Sigmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, verbrachte im Sommer 1901 gemeinsam mit seiner Familie mehrere Wochen dort. Noch heute dient das idyllische Naherholungs- und Wandergebiet oberhalb der Alpenstadt als willkommene Abkühlung bei heißen Temperaturen und ist außerdem Startpunkt zahlreicher Wandertouren in der Region. Durch beinah unberührte Natur etwa verläuft ein Rundweg um den glasklaren Gebirgssee. Beste Ausgangsposition dafür ist der direkt am Ufer gelegene Seewirt, wo schon der berühmte Arzt residierte und Gäste heute feine österreichische Schmankerl genießen.

Sehenswertes Industriedenkmal: Die alte Saline
Alte Saline ©Bad Reichenhall Tourismus Stadtmarketing

Das bildschön restaurierte Industrie-Denkmal Alte Saline war vom bayerischen König Ludwig I. in Auftrag gegeben worden und bis 1926 Herstellungsort des Bad Reichenhaller Salzes. Die Ursprünge reichen bis in die Bronzezeit zurück, die heutige Anlage direkt an den Solequellen am Fuß des Gruttensteins stammt von 1836 bis 1851. Das prachtvolle Hauptbrunnhaus beherbergt heute die riesigen, seit 1840 durchgängig betriebenen Pumpen, die historischen Salzquellen und das Salzmuseum. Im ehemaligen Sudhaus befindet sich unter anderem das stylische Restaurant Salin – auf dem Boden römischer, mittelalterlicher und neuzeitlicher Salzgewinnung. www.alte-saline.de

Ei(n)s auf die Hand: Simonetti’s Eisdiele

Wenn die bayerische Sommersonne vom blau-weißen Himmel lacht, trifft sich tout Bad Reichenhall vor Simonetti’s Eisdiele, wo seit 1956 hausgemachtes Gelato hergestellt wird. Zig Milch- und Fruchtsorten stehen dort zur Auswahl. Alle Köstlichkeiten des Familienbetriebs stammen aus altüberlieferten Rezepten, sind Natur pur und kommen ohne Farbstoffe aus. Der hochgradig sympathische Riccardo Simonetti, der sich als ernst zu nehmender Entertainer, Autor und Schauspieler mittlerweile bundesweit einen Namen gemacht hat, verbrachte als Sohn des Besitzers übrigens große Teile seiner Kindheit im Café Simonetti.

Kunstakademie ©Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing
Do it yourself: Kreativ-Kurs in der KunstAkademie Bad Reichenhall

Mit rund 30.000 Teilnehmern in den letzten 27 Jahren zählt die KunstAkademie Bad Reichenhall zu den größten ihrer Art in Europa. Untergebracht in der historischen Saline der oberbayerischen Kurstadt, reicht das Programm für Anfänger wie Fortgeschrittene mit über 150 Kursen jährlich von Malerei über Zeichnung und Grafik bis hin zu Plastik, Videokunst sowie Performance. Zusätzlich ermöglichen die drei Studienprogramme Studium Generale, Studium Universale und Exzellenz Studium die individuell aufs Können abgestimmte Vertiefung der jeweiligen künstlerischen Praxis. www.kunstakademie-reichenhall.de

Wellnessparadies: Relaxen in der RupertusTherme

Die Thermenlandschaft der RupertusTherme mit Innen- und Außenbereich, Solegrotte, 850 Quadratmeter großer Saunalandschaft, Health- und Fitness sowie Beauty- und Vitalcenter macht müde Muskeln nach der Städtetour wieder munter. Für Kleinkinder gibt es einen Extra-Badebereich, bei schönem Wetter entspannen Urlauber im Alpingarten mit Panorama-Außenliegefläche. Bleibt noch Zeit, lohnt eine Laist-Anwendung aus Salzmineralien für die Haut – so, wie es sich in einer Salinenstadt gehört. www.rupertustherme.de

Mit der „Grande Dame“ zum Aperitif: Sundowner in luftigen Höhen
Eingang zur Belétage im Bergrestaurant der Predigtstuhlbahn ©Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketing

Mit über 90 Jahren wird die historische Predigtstuhlbahn von den Bad Reichenhallern liebevoll als „alte Dame“ bezeichnet, doch eigentlich zu Unrecht: Denn seit 1928 pausenlos in Betrieb, ist sie die älteste, im Original erhaltene Seilbahn ihrer Art weltweit und damit fit wie ein junges Mädel. Ihre Gäste bringt sie in knapp zehn Minuten auf den 1.614 Meter hohen Hausberg. Oben angekommen, reicht der Blick über den Chiemsee bis in die Loferer Steinberge. Auch Architektur-Fans geraten am Predigtstuhl ins Schwärmen, wurde die Bergstation doch im Stil des Art déco erbaut. Auf der Panoramaterrasse und in der Beletage des Restaurants gibt‘s in den Sommermonaten immer donnerstags den „Sundowner“ sowie weitere exklusive Veranstaltungen. Aussichtsreicher kann man den Aperitif wohl kaum genießen. www.predigtstuhlbahn.de

Aus Liebe zur Nostalgie: Ein Abend im Park-Kino

Das historische Park-Kino schmückt die Bad Reichenhaller Fußgängerzone bereits seit über 100 Jahren. Entsprechend wird es von Gästen wie Einheimischen gleichermaßen heiß geliebt – was Josef Loibl und Max Berger zu verdanken ist. Sie haben sich 1998 in der oberbayerischen Alpenstadt den Traum vom eigenen Filmpalast erfüllt und das Kleinod im Belle-Époche-Stil liebevoll restauriert, während anderswo Multiplex-Cinemas wie Pilze aus dem Boden schossen. Anstatt Blockbuster auszustrahlen, setzte das erfahrene Kino-Duo von Beginn an auf tiefgründige Komödien, bayerische Regional- sowie Autorenfilme. Regelmäßig finden Events und rauschende Premierenfeiern mit bekannten Schauspielern und Regisseuren statt. www.park-kino.de

360-Grad-Übernachtung: Boardinghouse DAS RUNDUM

Mit seiner Kombination aus alpinem Luxus und bayerischer Gastfreundschaft hält Bad Reichenhalls coolste neue Unterkunft 98 Zimmer in sieben verschiedenen Größen von Small (20 Quadratmeter) bis XXL (61 Quadratmeter) bereit – für Einzelreisende ebenso wie für Familien. Das Gute daran: Alle Kategorien verfügen über eine eigene Kochnische. Noch besser: Dank Hanglage lässt sich vom Boardinghouse DAS RUNDUM jede Menge Tolles erblicken. So reicht die Aussicht von den Dächern der Kurstadt Bad Reichenhall bis zu den beiden Hausbergen Predigtstuhl und Hochstaufen. Das Frühstück genießen Gäste daher am besten auf der großen Panoramaterrasse. www.das-rundum.de