Der Sommer in Sterzing und Gossensass

Malerische Landschaft, regionale Küche, traditionelle Feste und eine lange Geschichte – die Südtiroler Stadt Sterzing und das nahegelegene Gossenass begeistern mit ihrer Vielfalt. Beim Sommerurlaub erleben Feriengäste einen unverwechselbaren Mix aus Genuss, Aktivität sowie Tradition und damit unbeschwerte Ferientage im sonnigen Südtirol.

Südlich des Brenners hat das Genießen eine ebenso lange Tradition wie das Aktivsein in der alpinen Natur. Deshalb wird unter dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Südtirol Balance“ ein besonderes Programm, das sich sanfter Aktivität, dem Sich-Selbst-Erleben und dem Naturgenuss widmet, veranstaltet. In Sterzing mit dem Freizeitberg Rosskopf und Gossensass mit dem Wandergebiet der Bergbahnen Ladurns im Pflerschtal reicht das „Südtirol Balance“-Angebot von abwechslungsreichen Wanderungen zu mythischen Orten bis hin zu gesunden Biketouren. Die Balance zeigt sich hier auch bei der Einkehr – sei es nach dem Sport in der Natur, bei geselligen Hüttenbesuchen, bei Pilgerfahrten oder bei traditionellen Festen.

Anregende Naturerlebnisse und innere Einkehr
Neue Kraft schöpfen Urlauber bei sportlicher Betätigung in der alpinen Gegend. Schritt für Schritt entfliehen sie dem Alltag auf den Wegen in den Gebieten des Freizeitbergs Rosskopf und der Bergbahnen Ladurns. Der 23,1 km lange Dolomieu-Weg startet beispielsweise bei der Bergstation des Rosskopfes auf 1.860 m und führt über die Bergstation des Sesselliftes Ladurns auf 1.770 m bis in den Talschluss des Pflerschtales. Damit verbindet die Strecke, die zu insgesamt sechs urigen Almen führt, die zwei Wandergebiete. Bunte Blumen, wilde Tiere und die besondere Geologie bei Sterzing und Gossensass – hier entdeckte der Geologe Deodat de Dolomieu am Fuße des Tribulauns erstmals das Dolomitengestein – bestaunen Wanderer entlang des Dolomieu-Weges.

Beim vielfältigen Sommerangebot rund um Sterzing und Gossensass tanken Gäste an Kraftplätzen auf, die Einheimische schon seit Jahrtausenden aufsuchen: „Der Sonne entgegen“ wandern Urlauber bei den geführten Sonnenaufgangswanderungen jeden Mittwoch auf den Rosskopf. Sich noch lange vor der Morgendämmerung auf den Weg machen, um die ersten Sonnenstrahlen am Gipfel zu sehen, gehört wohl zu den eindrücklichsten Erlebnissen in den Bergen. Die Vollmondwanderung in Pfitsch reiht sich ebenfalls zum „Südtirol Balance“-Programm. Begleitet vom Licht des Mondes und der Fackeln erleben die Teilnehmer die magische Stimmung beim nächtlichen Wandern. Außergewöhnlich ist auch der besinnliche Spaziergang „auf dem Pilgerweg des Lebens“ zur bekannten Wallfahrtskirche Maria Trens, den ein Geistlicher jeden Donnerstag gemeinsam mit Gästen unternimmt.

Sportlicher Ausgleich ist beim Mountainbiken garantiert. Die alten Militärstraßen werden heute von Bikern als Trails benutzt. Unter anderem sorgt die große Grenzkammrunde am Brenner auf über 48 km und 1.391 Höhenmetern für den gewünschten Adrenalinkick. Das Pfitschtal wird unter Bikern mit seiner Streckenvielfalt als Geheimtipp gehandelt. Wunderbare Aussichtspunkte wie das Pfundererjoch oder das Pfitscherjoch sind im Bikeparadies Pfitschtal über ganz unterschiedliche Routen wie Waldwege, Landstraßen oder schmale Pfade zu erreichen. Darüber hinaus findet jeden Donnerstag eine professionell geleitete MTB-Tour zum Grenzkamm am Brenner statt. Die Teilnehmer erhalten allerlei Tipps zum gesunden Radfahren und treten anschließend gemeinsam in die Pedale. Motivation bei den Touren sind stets die einmaligen Ausblicke und besondere Kraftorte, bei denen man nach den Anstrengungen gerne verweilt.

Genussvolle Hütteneinkehr zum Auftanken
In der Region verwöhnen Almen und Hütten wie die Ochsenalm, das Sterzingerhaus oder die Edelweisshütte Ausflügler mit regionalen Schmankerln und kühlen Erfrischungen. Die Valleming Alm, ein idyllisches, von Ende Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftetes Almendorf, ist Teil des Dolomieu-Weges und bietet sich für eine gemütliche Rast an. Nach einer schmackhaften Marend – natürlich samt regionalem Graukäse, einer Südtiroler Spezialität, – laden umliegende Wiesen zum Sonnenbaden und Krafttanken ein. Eine Besonderheit ist das Bergkino Hühnerspiel, das zu den „Orten der Balance“ zählt. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Hühnerspiellift in Gossensass, der zum Kino im Kopf einlädt. Hinsetzen, Bügel betätigen und sich von den Szenen und Bildern der Bergwelt mit auf eine Reise nehmen lassen. Hier kann man den Gedanken freien Lauf lassen und Momente der Ruhe genießen.

Charmante Einkehr bei Festen und alten Burgen
Ebenso gesellig wie auf den Hütten geht es auf den traditionellen Festen zu. So ist die mittelalterliche Stadt Sterzing unter anderem für das alljährliche Knödelfest, das dieses Jahr am 13. September 2015 veranstaltet wird, bekannt. Auf einer 400 Meter langen Tischreihe in der Sterzinger Neu- und Altstadt können Besucher bis zu 70 Knödelsorten von herzhaft bis süß verköstigen. Musik, Straßenküche und abwechslungsreiche Unterhaltung verbinden sich bei den wöchentlichen Laternenpartys in den Sterzinger Stadtgassen, bei denen das traditionelle Laternenanzünden der Nachtwächter feierlich zelebriert wird. Darüber hinaus laden die markanten Sterzinger Bauten wie das Rathaus, die Pfarrkirche oder der Stadtturm zu Besuchen ein. Umliegende Burgen können gleichfalls besichtigt werden. Führungen durch die Burg Reifenstein südwestlich von Sterzing entführen in längst vergangene Zeiten. Die alten Gemäuer lassen einen erahnen, wie das Leben hier vor vielen Jahrhunderten war. Ein Spaziergang zur Burgruine Straßberg bei Gossensass, die bereits 1280 erstmals erwähnte wurde, garantiert ebenso eine spannende Reise in die Vergangenheit. Außerdem war Gossensass ein beliebter Luftkurort, auch vom bekannten norwegischen Schriftsteller Henrik Ibsen. Im Ibsenmuseum im Gemeindesaal zeugen Exponate vom berühmten Gast.

Sport, Kultur und Kulinarik halten sich in Sterzing und Gossensass die Waage. Diese sich ergänzende Kombination sorgt für ausgeglichene und abwechslungsreiche Sommertage und begeistert Gäste, die die einmalige Vielfalt zu schätzen wissen.