Jedes Stück ein Unikat: Neue Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2018“

Die neue Broschüre Bäuerliches Handwerk 2018 ©Roter Hahn
Die neue Broschüre Bäuerliches Handwerk 2018 ©Roter Hahn

Nach einem intensiven Jahr kehrt im Winter Ruhe auf den Südtiroler Höfen der Marke „Roter Hahn“ ein. Dann beginnt die Zeit, in der sich die Bauern in ihre Werkstätten zurückziehen. Wo sie einst Geräte reparieren und Arbeitskleidung nähten, wird heute geflochten, gefilzt, geformt und gedrechselt. Aus Wolle, Holz und anderen regionalen Rohstoffen fertigen die kreativen Landwirte kunstvolle Unikate. In der aktuellen Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2018“ finden Interessierte ausschließlich Betriebe, die dafür nur Naturmaterialien vom Hof verwenden. Lediglich zehn Bauern erfüllen derzeit die strengen Kriterien des Qualitätssiegels. Neu in diesem Jahr ist der Pardellhof nahe Meran.

2018 in der Gratis-Broschüre „Bäuerliches Handwerk“ erstmals vertreten ist der Pardellhof oberhalb von Naturns. Dort kreiert Walter Schnitzer Figuren, Lampen und Dekoratives aus Altholz vom eigenen Wald. Am liebsten benutzt der passionierte Handwerker Kastanie und Eiche, die er mithilfe von verschiedenen Handfräsen und Bürsten bearbeitet. Oft stellt sich erst währenddessen heraus, was entstehen soll. „Die Herausforderung ist, den besonderen Charakter eines jeden Rohlings zu erhalten und bereits vorhandene Formen und Muster sichtbar zu machen“, erklärt der Künstler. Gern zeigt er Besuchern seine Werkstatt im Rahmen einer Führung und lässt sich beim Schnitzen über die Schulter schauen.

Bauer Walter Schnitzer vom Pardellhof in Naturns fertigt Einzelstücke aus dem eigenen Holz ©Roter-Hahn Frieder Blickle

In der weniger arbeitsreichen Winterzeit freuen sich auch die anderen Handwerker von „Roter Hahn“ über interessierte Gäste. Erhard Paris vom Oberhof im Ultental beispielsweise demonstriert in seiner „Flechtwerkstatt“ nicht nur, wie er in filigraner Arbeit und mit flinken Fingern aus Haselnuss-, Lärchen- oder Birkenzweigen einen Korb bindet, sondern gibt sein Wissen auch regelmäßig bei Kursen und Vorträgen weiter. Wer die älteste Textiltechnik der Welt erlernen möchte, lässt sich von Rita Amort in ihrem „Filzstübele“ auf dem Amort-Hof in Altrei zeigen, wie sie Handtaschen, Hüte oder „Patschen“ aus der Wolle der hofeigenen Schafe walkt. Und wer Beatrix Hohenegger auf dem Gamsegghof im Vinschgau besucht, bekommt neben der Werkstatt der Künstlerin und ihren mühevoll verzierten Eiern auch deren Lieferanten zu sehen: sechs schnatternde Graugans-Damen.

Alle Infos, Gratis-Broschüren-Bestellung und -download unter www.roterhahn.it