Interview mit Biersommelier Alexander Moosbauer

Am 23. April wurde vor über 500 Jahren einer der Grundsteine der bayerischen Identität gelegt: 1516 erließen an diesem Tag Herzog Wilhelm IV. und Ludwig X. das bayerische Reinheitsgebot. Bier war und ist ein Stück Bayern, und das wird im Brauereigasthof Hotel Aying bereits in der 7. Generation von Familie Inselkammer gelebt.

Wo ein Brauereigasthof ist, ist eine Brauerei nicht weit: Die Privatbrauerei Aying, die dieses Jahr ihr 140-jähriges Jubiläum feiert, gehört zu den meistausgezeichnetsten Brauereien Europas. Im Hauptausschank der Brauerei, dem „Ayinger Bräustüberl“ und dem Restaurant „August und Maria“ werden die Bierspezialitäten nicht nur getrunken, sondern auch verkocht. Anlässlich des Tages des Bieres am 23. April lässt uns Alexander Moosbauer, Diplom-Biersommelier und seit knapp 20 Jahren im Brauereigasthof Hotel Aying beschäftigt, an seinem Expertenwissen rund ums Bier teilhaben.

Herr Moosbauer, die Schaumkrone ist beim Bier das A&O – wie schenkt der Profi ein?

Grundsätzlich sollte man sich nur ein Ayinger Bier einschenken, dann kann schon nicht mehr viel schief gehen (lacht). Ansonsten: Glas vor dem Einschenken mit kaltem Wasser ausspülen. Durch den Wasserfilm lässt es sich schöner einschenken, weil feinste Unebenheiten des Glases ausgeglichen und etwaige Rückstände von Reinigungsmitteln entfernt werden. Beim Einschenken darf die Bierflasche – oder der Zapfhahn – aus hygienischen Gründen nicht in Kontakt mit dem Glas kommen.

Was muss ich bei der Gläserpflege beachten?

Die Schaumkrone hat zwei natürliche Feinde: Fett und Spülmittel. Dadurch wird die Oberflächenspannung der Kohlensäure vermindert und schon ist sie dahin. Biergläser daher niemals in die Spülmaschine; es gibt allerdings auch ein spezielles Spülmittel für Biergläser, da nur heißes Wasser nicht alle Fettrückstände entfernt. Und danach gilt: Glas beim abräumen nicht innen anfassen – die fettigen Abdrücke machen einem nur unnötig die Glaspflege schwer.

Biergarten, Brotzeit, Ayinger Lager Hell – diese Kombination ist bekannt und beliebt. Welches Bier empfehlen Sie im August und Maria zu feineren Gerichten?
Biergarten Aying ©Brauereigasthof Hotel Aying

Bei Bieren verhält es sich wie mit Weinen: Je leichter das Gericht, desto leichter sollte auch das Bier sein und umgekehrt. Ein leichteres Bier ist zum Beispiel ein Ayinger Bairisch Pils, das sehr gut zu lauwarmen Saibling passt.  Bei Schmorgerichten wie Ochsenbackerl ist ein Altbairisch Dunkel ein perfekter Begleiter. Unser Celebrator, ein Doppelbock, ist das perfekte Dessertbier. Im August & Maria wird der Celebrator übrigens im Rotwein-Glas serviert und verträgt, im Gegensatz zu den anderen Bieren, auch 12-14 Grad Trinktemperatur. So kommen die Aromen noch besser zur Geltung.

Wer sich gerne selbst ein Wissen rund um die Kunst des Bierbrauens aneignen möchte, hat die Möglichkeit, dies in einem Brauseminar bei Alexander Mossbauer zu tun.  Weitere Informationen zum Brauereigasthof Hotel Aying unter: http://www.brauereigasthof-aying.de.

Das Ensemble des Brauereigasthof Hotel Aying

Eine herzliche, persönliche Gastfreundschaft, gepaart mit einer Ess- und Tischkultur, die sich höchsten Ansprüchen verpflichtet fühlt, hat in Aying eine lange Tradition: Bereits in der siebten Generation wird der Betrieb von Familie Inselkammer geführt. Das Anwesen umfasst ein Ensemble aus Brauerei, Gastronomie, Hotellerie und eigener Jagd – historisch gewachsen, aber zeitgemäß weiterentwickelt. Das kulinarische Spektrum reicht von elegant bis zünftig: Während Küchenchef Mario Huggler im Restaurant „August und Maria“ feine Menüs in gehobenem Ambiente kreiert, geht es im Ayinger Bräustüberl, einer bayerischen Traditions- und Schankwirtschaft, urig und traditionell zu. Geschäftsführerin Angela Inselkammer: „Unsere Gäste können bei uns in die gemütliche alte Zeit zurückkehren, ohne dabei auf moderne Annehmlichkeiten verzichten zu müssen. Das macht einen Aufenthalt in Aying so besonders.“