Genussvoll Radeln mit leichtem Gepäck

Donauradweg © Niederösterreich-Werbung Stefan Fuertbauer

Prachtvolle Landschaften, ein perfekt ausgebautes Radwegenetz und viele Gründe für genussvolle Pausen: Niederösterreich hat alles, was Radfahrer glücklich macht. Besonders entspannt lässt sich Österreichs größtes Bundesland per Radsternfahrt erkunden. Von einem zentralen Punkt aus geht es mit angenehm leichtem Gepäck entlang der schönen blauen Donau, durch die schattigen Waldviertler Wälder, hinein in die Weinrieden des Weinviertels oder durch den idyllischen Wienerwald vor den Toren Wiens.

Kräftig in die Pedale treten, sich den Wind um die Nase wehen lassen und den Kopf frei bekommen: die große Freiheit auf zwei Rädern lässt sich in Niederösterreich ganz fabelhaft genießen. Und das in beeindruckender Reichweite, denn stattliche 4.200 Kilometer misst das weitläufige Radroutennetz der Region. Das Besondere an Niederösterreichs Routen ist, dass sie meist dem Lauf von Flüssen oder ehemaligen Bahnlinien folgen und dadurch einen Streckenverlauf ohne nennenswerte Steigungen garantieren. Pedalritter, die viele Eindrücke sammeln wollen, ohne jeden Tag eine neue Unterkunft zu beziehen, lernen die Vielfalt Niederösterreich am besten auf Radsternfahrten kennen. Vom komfortablen Quartier aus führen abwechslungsreiche Tagestouren in alle Windrichtungen – die Siebensachen bleiben derweil im Hotel. Abends geht´s zurück zur Homebase, um am nächsten Tag nach dem Frühstück ausgeruht und gestärkt zum nächsten Radabenteuer aufzubrechen. www.niederoesterreich.at/radsternfahrten-niederoesterreich

Ybbstalradweg © Niederösterreich Werbung Martin Matula
Immer der schönen, blauen Donau entlang

Die Donau hat es nicht eilig. Und so geht es auch für die Radler in gemächlichem Tempo auf ehemaligen Treppelwegen und ruhigen Dorfstraßen dem Donauradweg entlang, immer der internationalen Beschilderung EuroVelo6 folgend. Rund 260 Kilometer des großen europäischen Radfernweges begleiten die Donau in Niederösterreich – von Ybbs/Persenbeug im Westen bis nach Hainburg an der Grenze zur Slowakei. Vorbei an saftigen Marillenbäumen, urigen Heurigen, alten Römerstädten und Bilderbuchdörfern, die sich an sonnenverwöhnte Weinberge schmiegen. In der Wachau erinnern pittoreske Winzerorte wie Spitz und Weißenkirchen an das nostalgische Idyll der legendären Mariandl-Filme. Hoch oberhalb der Donau gelegen, ist die sagenumwobene Ruine Dürnstein, einst Gefängnis des englischen Königs Richard Löwenherz, unbedingt einen Abstecher wert. Und hie und da dürfen sich die müden Waden ausruhen, wenn eine Etappe mit dem Schiff überbrückt wird, etwa zum barocken Weltkulturerbe Stift Melk.

www.niederoesterreich.at/donauradweg / www.niederoesterreich.at/radsternfahrten-donau

Spitz ©Niederösterreich Werbung Michael Liebert
Auf Entdeckungsreise im Weinviertel

Radfahren und Genießen, das lässt sich im Weinviertel nordwestlich der Bundeshauptstadt Wien wunderbar verbinden, zum Beispiel an der romantischen Weinviertel DAC Route. Über 56 Kilometer radelt man entspannt entlang alter Weingärten, gemütlicher Heurigen und malerischen Kellergassen. Vorbei am Röschitzer Weberkeller mit historischen Lehmschnitzereien führt die Strecke in die Zellerndorfer Kellergasse Maulavern, wo bei Führungen die rund 150-jährige Geschichte der historischen Kellergassen lebendig wird. Danach schmeckt eine deftige Winzerjause, je nach Wetter im gemütlichen Presshaus oder mitten in den Weinbergen. Auch für ein Glas Wein am historischen Hauptplatz von Retz lohnt es, vom Bike abzusteigen – die kleine Stadtgemeinde mit ihrem Verderberhaus im venezianischen Renaissancestil versprüht eine Menge südliches Flair. Tief unterhalb des Retzer Hauptplatzes lockt nach einer schweißtreibenden Radetappe bei konstanten 10 Grad kühle Luft. Hier staunen Besucher über das riesige Kellerlabyrinth des größten historischen Weinkellers Österreichs, das sich in einer Länge von 20 Kilometern unter dem Stadtkern erstreckt. www.weinviertel.at/radfahren / www.weinviertel.at/radfahren/o-sternfahrt-im-retzer-land

Grenzerfahrungen in Wald und Hochmoor

Hoch oben im mystischen Norden Österreichs sind der Sage nach auch heute noch Elfen und Feen in den Wäldern zuhause. Ob die sich auch auf den Radfahrern zu erkennen geben, ist fraglich. Abwechslungsreich sind die Touren im Waldviertel allemal. Zwischen dampfenden Hochmooren, verträumten Auenlandschaften, blühenden Mohnfeldern und Granitsteinen führen die Radsternfahrten von der Bezirksstadt Gmünd bis an die tschechische Grenze und darüber hinaus. Mit einigen kulinarischen Highlights: In der Schaukäserei von Heidenreichstein kann den Käsemachern über die Schulter geschaut werden und auch bei der ältesten Brauerei Österreichs in Weitra, lohnt es sich, für einen erfrischenden Schluck Bier kurz abzusteigen. An heißen Tagen packt man sich am besten Badehose oder Bikini in die Satteltaschen – der Herrensee in Litschau mit dem zauberhaften Waldbad ist eine Badepause wert. Auf historischem Boden radelt man entlang des Iron Curtain Trail (EuroVelo 13) durch das Wald- und Weinviertel, immer entlang der tschechischen Grenze. Mahnmale, Gedenkstätten und Museen an der Strecke erinnern an die Zeit, als Europa gespalten war. www.waldviertel.at/radfahren / www.niederoesterreich.at/iron-curtain-trail

Familienradeln im Mostviertel

111 gemütliche Kilometer führt der Traisental-Radweg vorbei an idyllischen Terrassenweingärten und weiten Feldern des Mostviertels. Die Strecke ist gut asphaltiert und beschildert – und deshalb wie gemacht für Touren mit der ganzen Familie. Unterwegs gibt es für die Kids fast hinter jeder Kurve einen guten Grund zur Pause: für eine spannende Entdeckungsreise durch die Landeshauptstadt St. Pölten oder einen Besuch im originellen Kameltheater in Kernhof. Auf dem Türnitzer Bahnradweg radeln die jungen Sportler ohne Autoverkehr, dafür aber durch drei Tunnel. Angst muss man keine haben, dass einem im Prinztaltunnel, Moosbach Tunnel oder Dickenauer Tunnel plötzlich ein Zug entgegenkommt – die Bahnlinie ist längst eingestellt.

www.mostviertel.at/radfahren / www.niederoesterreich.at/radsternfahrten-mostviertel

Natur pur vor den Toren Wiens

„Als wärest du in der Wildnis, nicht eine bis zwei Meilen von einer der lebhaftesten Hauptstädte der Welt“, schwärmt der Schriftsteller Adalbert Stifter schon vor 150 Jahren über den Wienerwald. Damals wie heute ist die grüne Idylle vor den Toren der Stadt ein Ausflugsparadies für Wiener und für weiter gereiste Gäste gleichermaßen. Vom Fahrradsattel aus lässt sich der Wienerwald mit allen Sinnen entdecken: In der Thermenregion rund um die Kaiserstadt Baden genießen die Besucher je nach Laune das Wasser der Heilquellen oder den guten Wein. Und radeln dabei auf geschichtsträchtigen Wegen, denn Schloss Laxenburg, die Lieblingsresidenz von Maria Theresia, oder die historische Kurstadt Bad Vöslau mit ihrem prächtigen Thermalbad liegen direkt auf der Route. Wer es rasanter mag, wählt einer der 46 Mountainbike-Routen mit einer Streckenlänge von über 1.000 Kilometern, die durch die Region führen.

www.niederoesterreich.at/radsternfahrten-wienerwald / www.wienerwald.info/mountainbiken

Schöne Aussichten in den Wiener Alpen

Ein Paradies vor der Haustür haben die Wiener mit ihren Wiener Alpen. Nur eine Autostunde von der Bundeshauptstadt entfernt, fällt es ganz leicht, den Alltag hinter sich zu lassen. Das wussten schon große Dichter und Denker, wie Sigmund Freud oder Stefan Zweig, die hier während der Belle Epoque nach Inspiration suchten. Heute treten sportliche Biker und Genussradler auf den abwechslungsreichen Radwegen zwischen Buckliger Welt, Rax, Schneeberg und Piestingtal in die Pedale. Und wo Mitte des 19. Jahrhunderts die Semmeringbahn mit ihren prachtvollen Viadukten und Tunnels erbaut wurde, um Sommerfrischler in die Region zu bringen, verläuft jetzt eine 36 Kilometer lange Radroute. Auf den Spuren des UNESCO Weltkulturerbes geht es über den Bahnhof Gloggnitz, Richtung Schottwien, weiter über Maria Schutz auf den Semmering. www.wieneralpen.at/radfahren / www.niederoesterreich.at/radsternfahrten-wieneralpen