Food Forest – Alta Badia wird immer nachhaltiger

Alta Badia ©Alex Moling

Im Sommer 2021 eröffnet in Alta Badia ein sogenannter Food Forest, ein multifunktionaler Waldgarten, der nicht nur Naturprodukte liefert, sondern auch dauerhaft CO2 bindet.

Die Destination im Herzen der Dolomiten UNESCO Welterbe hat sich dem Schutz der Umwelt verschrieben und fördert neben diesem weitere ökologisch nachhaltige Projekte wie WOWnature Alta Badia und Eco-Hiker Alta Badia.

Alta Badia (Südtiroler Dolomiten/Italien) – Um die Schönheit der umliegenden Natur zu bewahren, ist ein verantwortungsvoller und durchgängiger Schutz der Umwelt von höchster Bedeutung. Die Ladiner, die Einwohner der Region, schützen die Dolomiten nach den Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit. Die enge Verbundenheit mit den Bergen ist eine wichtige Voraussetzung, um Touristen in Alta Badia einen bewussten Umgang mit Flora und Fauna näherbringen zu können.

Ökologische Nachhaltigkeit und Umweltschutz stellen tief verwurzelte Werte dar, die sämtliche Aktivitäten in Alta Badia prägen. Dabei stechen vor allem der Food Forest, WOWnature Alta Badia, ein Projekt zur Wiederaufforstung der von Sturmtief Vaia betroffenen Flächen, und die von Eco-Hiker Alta Badia angebotenen nachhaltigen Wanderungen hervor.

NEUHEIT 2021: FOOD FOREST – NEUE KRAFT IN DER NATUR TANKEN

Der Food Forest, auch Waldgarten oder essbarer Wald genannt, ist eine multifunktionale Komposition aus Bäumen, Pflanzen, Heilkräutern, Beeren und anderen Waldfrüchten. Es handelt sich um ein Produktionssystem, das dauerhaft CO2 bindet, die alpine Artenvielfalt steigert und gleichzeitig die Fruchtbarkeit des Bodens verbessert.

Alta Badia Food-Forest ©Alex Moling

Gemeinsam mit Etifor, einem Spin-off der Universität Padua, hat Alta Badia den auf dem Campolongopass gelegenen Masisti-Wald als idealen Ort für die Schaffung eines Food Forest auserkoren. Im Rahmen des Projekts WOWnature Alta Badia wurde hier bereits vor einem Jahr mit der Wiederaufforstung des Waldes begonnen, der durch den Jahrhundertsturm Vaia großen Schaden genommen hatte. In dem in den Sommermonaten geöffneten Food Forest ist nicht nur eine bemerkenswerte Artenvielfalt entstanden – die Besucher können sich auch auf köstliche Überraschungen wie Heidelbeeren, Himbeeren, Walderdbeeren, Wacholderbeeren, Holunderbeeren und andere Beeren und Waldfrüchte freuen.

Der Wald kann entweder selbständig erwandert oder alternativ im Rahmen geführter Touren entdeckt werden. Dank der Informationstafeln, die entlang der Wege aufgestellt sind, erfahren Besucher mehr über die Geheimnisse des Waldes. So entsteht ein intensives Erlebnis, das neue Energie für die Herausforderungen des Alltags liefert und das Gefühl vermittelt, mit der Natur im Einklang zu sein. Die Wanderer erfahren außerdem, wie die gesammelten Kräuter und Früchte in der ladinischen Küche verwendet werden.

Gäste, Einheimische und Unternehmen können den neu entstehenden Food Forest unterstützen, indem sie auf https://www.wownature.eu/areewow/alta-badia-adum/ einen Baum adoptieren und damit einen Beitrag zum Schutz der Wälder leisten.

WOWNATURE ALTA BADIA: PFLANZEN SIE EINEN BAUM. EIN WIEDERAUFFORSTUNGSPROJEKT DES GEBIETS, DAS VOM STURM VAIA HEIMGESUCHT WURDE

Ende Oktober 2018 wurden die Wälder in Alta Badia bei dem Sturm Vaia, der diese Gegend stark getroffen hat, schwer beschädigt. Dabei wurde im Herzen dieser Berge eine tiefe Wunde aufgerissen und jahrhundertealte Wälder wurden zerstört. Dank des Projekts WOWnature Alta Badia ist heute der Kampf gegen die Klimakrise möglich. Die Ortschaft und der Hobby-Radmarathon Maratona dles Dolomites – Enel unterstützen die Wiederaufforstung eines zerstörten Waldes anhand eines Projekts, das in Zusammenarbeit mit Etifor (Spin-off-Unternehmen der Universität Padua und Gründungsunternehmen von WOWnature) umgesetzt wird. Auf den Webseiten www.altabadia.org und www.maratona.it kann jeder, der möchte, 1000 neue Bäume adoptieren und auf diese Weise dazu beitragen, dieses wichtige Umweltprojekt umzusetzen. Die Wiederaufforstungsmaßnahmen werden auf einer 12-Hektar-großen Fläche in der Gegend des Campolongo-Passes umgesetzt und die für sich selbst oder als Geschenk gekauften Bäume können direkt vom Käufer an den Tagen der Wiederaufforstung, die im Sommer 2021 geplant sind, gepflanzt werden. Die Termine werden gemäß der Covid-19 Richtlinien bekannt gegeben. Um die Arbeiten vor Ort durchzuführen, beauftragt Etifor das Südtiroler Unternehmen WaldPlus, das von Forest Stewardship Council®(FSC®) zertifiziert ist. Die Zertifizierung der FSC-Forstwirtschaft versichert, dass der Wald unter Einhaltung von strengen sozialen, wirtschaftlichen und Umweltstandards bewirtschaftet wird. Das Projekt WOWnature Alta Badia soll auf diese Weise die Ziele des Gebiets weiter anregen und konkretisieren. www.altabadia.org/wownature

Wissenswertes: Jeder Italiener erzeugt durchschnittlich 5000 kg CO2 pro Jahr. Ein Baum nimmt im Laufe seines Lebens ca. 700 kg CO2 auf. Um die CO2-Emissionen auszugleichen, müsste jede Person 7 Bäume pro Jahr pflanzen.

ALTA BADIA ECO-HIKER: NACHHALTIGE AUSFLÜGE, UM DER NATUR ZU HELFEN

Alta Badia Eco-Hiker zielt auf die Sensibilisierung von Wanderern für den Umweltschutz und den Schutz der Dolomiten ab, die ein sehr empfindliches Ökosystem darstellen. Viel zu oft werden in der Natur Abfälle einfach weggeworfen. Im Rahmen der fünf Alta Badia Eco-Hiker-Termine, die im Sommer 2021 auf dem Programm stehen, haben Wanderer die Möglichkeit, der Umgebung konkret zu helfen. Den Teilnehmern, die von einem Experten des Gebiets begleitet werden, werden Handschuhe, Geräte, Bio-Säcke und alles Notwendige zur Verfügung gestellt, um die auf den Wiesen und in den Wäldern entlang des Weges gefundenen Abfälle ins Tal zu tragen. Die Termine sind für den 5. und 19. Juli sowie für den 2. und 16. August und den 6. September geplant und werden im totalen Respekt der Covid-19 Vorschriften durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich und kann in den Tourismusbüros von Alta Badia vorgenommen werden.

VERBINDUNGEN MIT DEN LIFTANLAGEN AUF 2000M

Wenn von Umweltschutz die Rede ist, sollte man in erster Linie an die Senkung der Emissionen infolge des Fahrzeugverkehrs denken. In diesem Sinne dient die Öffnung der Liftanlagen im Sommer, um den Menschen zu ermöglichen, auch mit diesem Verkehrsmittel mobil zu sein. In Alta Badia gibt es 17 Liftanlagen, die im Sommer 2021, gemäß der Covid-19 Richtlinien in Betrieb gehen werden. Dieses Jahr können dank der Eröffnung der Sessellifts La Fraina und Bamby die Movimënt-Bereiche am Piz Sorega und am Piz La Villa mit den Liftanlagen verbunden werden. Mit den beiden Sessellifte können sowohl Fahrräder als auch Kinderwagen transportiert werden. Auf diese Weise soll dank der Benutzung dieser Liftanlagen die nachhaltige Mobilität gefördert werden, um zwischen den Ortschaften La Villa und San Cassiano ganz bequem und ohne die Benutzung von Autos mobil zu bleiben.

Im Rahmen der Entwicklungsstrategie der Destination Alta Badia werden vor allem Projekte gefördert, die den touristischen Fußabdruck verringern, um sowohl für Einheimische als auch für die zahlreichen Besucher der Region eine gesunde und saubere Umwelt zu bewahren. Mit diesem Ziel möchte die Destination künftig zudem verstärkt Veranstaltungen mit dem Label „Green Events“ ausrichten, die nach Kriterien der Nachhaltigkeit geplant, organisiert und umgesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.altabadia.org