DERTOUR Reisebarometer Sommer 2022

Sommerurlaub 2022: So hat die Pandemie das Reise- und Buchungsverhalten verändert

DERTOUR, Deutschlands zweitgrößter Reiseveranstalter, hat das Buchungs- und Reiseverhalten seiner Gäste im Vergleich zum Vor-Pandemie-Sommer 2019 analysiert. Wie ausgabefreudig sind die Urlauber in diesem Sommer? Wieviel Komfort gönnen sie sich? Wie lange verreisen sie und welche Reiseziele stehen auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das DERTOUR Reisebarometer Sommer 2022.

Reiselust ist enorm – Buchungseingänge weit über 2019

Wie groß die Lust der Menschen auf Reisen und wie stark die Sehnsucht nach Meer, Sonne, Strand und Erholung ist, zeigt die enorme Nachfrage nach Sommerurlaub: „Die Buchungseingänge der letzten Monate lagen weit über dem Stand vor der Pandemie. Und nicht nur das: Auch der Umsatz liegt im Sommer 2022 bei unseren Veranstaltern DERTOUR, Jahn Reisen, ITS, Meiers Weltreisen und Travelix über dem des Sommers 2019“, sagt Dr. Ingo Burmester, CEO DER Touristik Central Europe. „Wir haben eine neue Normalität.“

Trotz der enormen Nachfrage finden sich jedoch auch in der Hauptreisezeit mit etwas Flexibilität überall noch freie Betten: „Es gibt keine allgemeine Knappheit. Wer beim Anreisetag oder Abflughafen flexibel ist oder ein alternatives Hotel in Betracht zieht, wird auch an seinem Wunschreiseziel noch fündig“, erklärt Sven Schikarsky, Produktchef von DERTOUR, Jahn Reisen, ITS, Meiers Weltreisen und Travelix.

Kurzentschlossene können mit einer Portion Flexibilität bei Reisezeitraum und Hotel auch noch preislich attraktive Reiseangebote finden. „Obwohl 2022 definitiv kein Last-Minute-Jahr ist. Wer sparen will, bucht so früh wie möglich. Das gilt auch jetzt schon für den Herbst und Winter“, so Schikarsky. Sein Tipp für die derzeit günstigsten Angebote: „Die besten Sommer-Schnäppchen gibt es bei DERTOUR und seinen Schwestermarken derzeit für Ägypten, Bulgarien und Tunesien.“

Höhere Hotelausgaben: Mehr Sterne, mehr All-inclusive – Wunsch nach sorgenfreiem Komforturlaub

Die Gäste haben sich nach Urlaub gesehnt und nehmen für ihren Urlaub im Sommer 2022 mehr Geld in die Hand als vor der Pandemie im Sommer 2019 – und zwar für höherwertige Reisen:

Im Schnitt geben die Urlauber 51% mehr für ihren Hotelaufenthalt aus. Dabei haben sie insbesondere höhere Hotelkategorien und mehr All-inclusive-Verpflegung gebucht.

Hotels mit drei oder weniger Sternen werden seltener gebucht als vor der Pandemie: Im Sommer 2019 entschieden sich noch 40% der Gäste für diese Kategorien. In diesem Jahr bucht lediglich etwas mehr als ein Viertel, nämlich 28%, Hotels mit maximal drei Sternen. Das sind ganze 12%-Punkte weniger als noch vor drei Jahren.

Die meisten Urlauber buchen Vier-Sterne-Hotels: Mehr als die Hälfte der Gäste (51%) fährt in diesem Sommer in ein Vier-Sterne-Hotel. Das sind 4%-Punkte mehr als noch 2019, als ihr Anteil bei lediglich 47% lag.

Auch die Nachfrage nach Fünf-Sterne-Hotels ist gestiegen: Während sich im Sommer 2019 nur 13% der Gäste für ein Fünf-Sterne-Hotel entschieden, sind es nun 21%. Diesen Sommer macht also jeder 5. Gast Urlaub in einem 5-Sterne-Hotel.

Knapp drei Viertel der Gäste (73%), buchen also Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. 2019 waren es nur 60%.

Entwicklung Verpflegungsarten
DERTOUR Reisebarometer Sommer 2022 Entwicklung Verpflegungsarten
Genuss unlimited: Jeder Fünfte wählt All-inclusive-Verpflegung

Neben mehr Komfort gönnen sich die Urlauber in diesem Sommer auch mehr Genuss: Während 2019 lediglich 11% der Gäste All-inclusive-Verpflegung wählten, liegt ihr Anteil in diesem Sommer bei 21% und ist damit fast doppelt so hoch wie vor drei Jahren. Ein Fünftel der Urlauber gönnt sich in diesem Sommer also das volle Genuss-Programm und entscheidet sich damit für den Rundum-Sorglos-Verwöhnurlaub ohne Zusatzkosten für Verpflegung am Urlaubsort.

Rückläufig sind die Zahlen bei den anderen Verpflegungsarten:

Die weiterhin am häufigsten gebuchte Verpflegungsart, Frühstück, wird nur noch von der Hälfte der Urlauber (50%) gewählt, 2019 waren es noch 56%.

All-inclusive hat die Halbpension von Platz 2 auf 3 verdrängt: Halbpension wählen im Sommer 2022 nur noch 16% der Gäste, 2019 war es noch knapp ein Viertel (23%).

Die Urlauber verreisen länger – Städtereisen in Deutschland ein Drittel länger, Badeurlaub auf Mittel- und Fernstrecke knapp 1 Tag länger

Im Sommer 2022 verreisen die Gäste im Durchschnitt länger als 2019. Über alle Reisearten und -ziele hinweg ist die durchschnittliche Reisedauer um 12% gestiegen und hat sich damit um knapp 1 Tag (0,8 Tage) von 6,8 auf 7,6 Tage verlängert.

Insbesondere Städtereisen sind länger geworden: Die durchschnittliche Dauer der Städtereisen innerhalb Deutschlands ist gegenüber 2019 um rund ein Drittel (32%), also 1,3 Tage, auf nun 5,3 Tage gestiegen.

Eine längere Auszeit gönnen sich die Gäste in diesem Jahr auch beim Badeurlaub auf der Mittel- und Fernstrecke (Indischer Ozean, Dominikanische Republik, Dubai, Abu Dhabi, Thailand, Ägypten, Tunesien und andere Ziele im westlichen und östlichen Mittelmeer). Er dauert nun im Durchschnitt 13,5 Tage und damit fast einen 1 Tag (0,8 Tage) länger als 2019.

Die Top-Ziele des Sommers 2022

Nah- & Mittelstrecke: Deutschland gibt Urlauber an Mittelmeerziele ab, Spanien unangefochtener Gästeliebling, Shootingstar Türkei katapultiert sich auf Platz 2

Auf der Nah- und Mittelstrecke sind die Ziele rund um das Mittelmeer traditionell die Favoriten der Urlauber. In diesem Jahr sind sie jedoch noch stärker gefragt als im Sommer 2019. „Die enorme Reiselust zieht die Urlauber in diesem Sommer wieder weiter weg. Die Menschen sehnen sich nach dem Sommer-Sonne-Sorglos-Gefühl“, stellt Sven Schikarsky fest. „Sie wünschen sich stabil gutes Wetter und haben Lust auf Sonne und Meer in anderen Ländern. Eine andere Küche, eine andere Sprache – das sorgt gefühlt für mehr Abstand zum Alltag, und das erhöht für viele Menschen die Urlaubsqualität.“

Die Nachfrage nach Deutschlandurlaub ist entsprechend zurückgegangen: Während 2019 Urlaub im eigenen Land auf Platz 2 der beliebtesten Reiseziele lag, entscheidet sich in diesem Sommer rund ein Drittel (35%) weniger Gäste dafür. Damit rutscht Deutschland in diesem Sommer auf der Beliebtheitsskala auf Platz 4. Auf den vorderen Rängen finden sich auf Platz 1 der unangefochtene Gästeliebling Spanien, dessen Nachfrage sogar noch weiter steigt (+2%), sowie auf Platz 2 die Türkei, die sich mit einem Plus von sensationellen 76% nach vorne katapultiert. Griechenland hält seinen dritten Platz, ist aber mit einem Plus von 17% noch stärker gefragt ist als vor drei Jahren. „Die Sonnengarantie-Ziele rund um das Mittelmeer luchsen Deutschland in diesem Sommer einige Gäste ab“, analysiert Schikarsky. Auf Platz 5 der in diesem Sommer beliebtesten Ziele auf der Nah- und Mittelstrecke rangiert Italien.

Wirft man einen Blick auf die beliebtesten Badeziele auf der Nah- und Mittelstrecke, so geht Deutschland aus der Betrachtung raus. Dadurch rückt Italien auf Platz 4 vor und Ägypten steigt in die Top 5 auf. Das Urlaubsland macht im Vergleich zum Sommer 2019 durch ein sattes Gästeplus von 15% zwei Plätze im Ranking gut und landet im Sommer 2022 direkt hinter Italien auf Platz 5 der beliebtesten Badeziele auf der Nah- und Mittelstrecke.

 

Top 5 Nah- & Mittelstrecke  Sommer 2022
(ggü. Sommer 2019)

  1. Spanien (+2%)
  2. Türkei (+76%)
  3. Griechenland (+17%)
  4. Deutschland (-35%)
  5. Italien (-41%)
Top 5 Badeziele Nah- & Mittelstrecke Sommer 2022

(ggü. Sommer 2019)

  1. Spanien (+2%)
  2. Türkei (+76%)
  3. Griechenland (+17%)
  4. Italien (-41%)
  5. Ägypten (+15%)

Spanien hält seine Pole Position und punktet durch seine regionale Vielfalt mit den Balearen, Kanaren und dem spanischen Festland sowie mit einer vielfältigen Hotellerie. Der Shootingstar dieses Sommers, die Türkei, überzeugt die Urlauber mit wunderschönen Sandstränden, einer kulinarischen Vielfalt sowie mit sehr guten Hotels und herausragenden All-inclusive-Angeboten. Zum Erfolg trägt auch eine größere Auswahl attraktiver Reiseangebote in die Türkei bei, die dem deutschen Markt zur Verfügung stehen. Griechenland kann seine Erfolgsgeschichte des letzten Jahres fortsetzen und steigt in der Beliebtheit der Urlauber dank eines differenzierten Angebots für unterschiedliche Zielgruppen sogar noch. Herzensziel Italien bleibt unter den fünf beliebtesten Zielen auf der Nah- und Mittelstrecke, obwohl es im Vergleich zum Sommer 2019 Gäste an die Türkei, Griechenland und Ägypten abgibt. Ägypten steigt in der Gunst der Urlauber und überzeugt mit seinen wundbaren Sandstränden und einem sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Blick auf den Deutschlandurlaub zeigt: Wie schon im Sommer 2019 sind etwas mehr als die Hälfte der Urlaube in Deutschland im Sommer 2022 die wieder sehr beliebten Städtereisen (56%). Das zeigt: Es zieht die Gäste wieder in die Städte um Kunst, Kultur und Gastronomie zu genießen. Die Top 5 der deutschen Citytrip-Ziele sind Hamburg, Berlin, München, Dresden und Leipzig.

Die andere knappe Hälfte (44%) sind andere Urlaubsformen wie Bade- und Wanderurlaube. Von diesen wiederum zieht es die Hälfte der Gäste ans Wasser: Sie reisen an die Nord- und Ostseeküste, die Mecklenburgische Seenplatte oder nach Rügen. Die andere Hälfte macht Urlaub in der Mitte und im Süden Deutschlands, mit einem Fokus auf Wanderurlaub im Schwarzwald und in Bayern.

Fernstrecke: USA Fernziel Nr. 1, daneben locken die Traumstrände der Welt

Zwar dämpften auf der Fernstrecke in diesem Jahr noch recht lange Einreisebeschränkungen die Nachfrage, doch seit der flächendeckenden Öffnung aller Ziele zeigt sich, wie stark das Fernweh ist und wie gerne die Urlauber wieder in ferne Länder reisen.

Auf der Fernstrecke behaupten sich die USA auf Platz 1. Das Lieblingsfernziel der Deutschen öffnete sich erst spät, dann zog die Nachfrage aber schnell an. Die USA starteten eine Aufholjagd und rangieren trotz eines Rückgangs um 33% gegenüber dem Sommer 2019 weiterhin auf Platz 1 der Beliebtheitsskala. Die hohe Nachfrage innerhalb kurzer Zeit verdeutlicht: „Die Urlauber haben die Vereinigten Staaten vermisst. Jetzt, wo sie sie wieder bereisen können, erfüllen sie sich ihren Reisetraum“, sagt Sven Schikarsky.

Auf den weiteren vier Plätzen der Fernstrecken-Top 5 finden sich ausnahmslos Traumstrand-Destinationen: Die Malediven haben sich im Laufe der vergangenen drei Jahre aufgrund ihrer hochwertigen Hotellerie und deren Maximum an Privatsphäre sowie wegen ihrer paradiesischen Inseln fest als Ganzjahresziel etabliert. Sie rücken mit einem Gästeplus von 24% von Platz 5 im Sommer 2019 auf Platz 2 in diesem Sommer vor. Die Dominikanische Republik, bei vielen Urlaubern wegen ihrer Postkartenstrände und sehr guten All-inclusive-Angebote beliebt, verliert zwar aufgrund der wachsenden Beliebtheit des Indischen Ozeans leicht gegenüber dem Sommer 2019 (-12%), klettert aber dennoch im Ranking einen Platz nach oben und ist in diesem Sommer das drittbeliebteste Fernziel. Dahinter folgt auf Platz 4 Mauritius, das genauso gut gebucht ist wie vor drei Jahren und damals Platz 8 belegte. Ähnlich wie die Malediven punktet Mauritius mit hochwertigen Hotels und Traumstränden. Beide Ziele des Indischen Ozeans sind zudem sehr beliebt bei Honeymoonern und profitieren dabei von einem Nachholeffekt. Gleiches gilt auch für das drittstärkste Ziel des Indischen Ozeans, die Seychellen, welche die Top 10 zwar knapp verpassen aber mit einem guten Wachstum von 13% drei Plätze nach oben klettern und im Sommer 2022 Platz 11 belegen. Thailand, das erst vor Kurzem die Einreisebedingungen gelockert hat, startet seitdem durch: Trotz der sehr späten Öffnung und obwohl in weiten Teilen des Landes im Sommer Regenzeit herrscht, bleibt das südostasiatische Königreich unter den beliebtesten Fernreisezielen und belegt Platz 5 im Vergleich zu Platz 3 im Sommer 2019.

Top 5 Fernstrecke Sommer 2022 (ggü. Sommer 2019)
  1. USA (-33%)
  2. Malediven (+24%)
  3. Dom Rep (-12%)
  4. Mauritius (+/- 0%)
  5. Thailand (-56%)
DERTOUR Deluxe: Luxus weiterhin stark im Trend – Deutschland auf Platz 1, Griechenland boomt wie nie zuvor

Ein Blick auf die Buchungsdaten von DERTOUR Deluxe zeigt: Der Trend zu Luxusreisen hält an. Komfort, Privatsphäre und viel Platz sind weiterhin stark gefragt. Entsprechend beliebt sind Privatpools und private Villen bei den Deluxe-Gästen. „Die Menschen möchten sich etwas gönnen – das ist das große Thema des Luxus-Reisesommers“, erklärt Sven Schikarsky. „Manche haben sogar länger auf ihren Urlaub gewartet, und sie möchten jetzt keine Abstriche machen.“ Dafür geben die Luxusreisenden im Sommer 2022 im Schnitt 44% mehr für ihren Wunschurlaub aus als noch im Sommer 2019.

Das beliebteste Urlaubsziel der Luxusreisenden in diesem Sommer ist, wie auch schon vor drei Jahren, Deutschland. Zwar locken auch bei den Deluxe-Reisen die Sonnenziele auf der Nah- und Mittelstrecke, was zu einem leichten Rückgang um 14% gegenüber dem Sommer 2019 führt, dennoch behauptet sich Deutschland im Luxussegment auf Platz 1 der gefragtesten Ziele. Hierzu trägt ein für den Luxusbereich sehr großes Angebot inhabergeführter Hotels bei: „Diese Häuser sind klein und höchst luxuriös, ganz nach der Devise: möglichst große Zimmer, möglichst kleine Restaurants“, bringt es Schikarsky auf den Punkt. An einigen der schönsten Orte an Nord- und Ostsee sowie in den Alpen gelegen, bieten sie ihren Gästen die Schönheit der Strände und Berge. Gleichzeitig machen sie die Luxusreisenden dank ihrer hervorragenden Ausstattung wetterunabhängig: In exzellenten Spas, großen Indoor-Pools und dank einer hervorragenden, häufig mit Hauben oder Sternen ausgezeichneten Küche lassen sich auch Schlechtwettertage gut verleben. „Häufig sind die Hotels selbst das Ziel der Reise“, weiß Sven Schikarsky.

Der Sommerklassiker Spanien steigt im Vergleich zum Sommer 2019 leicht in der Gunst der Luxusreisenden (+4%) und rangiert weiterhin auf Platz 2. Grund dafür ist einmal mehr die regionale Vielfalt des Urlaubslandes mit den Balearen, wo insbesondere Mallorca eine hohe Dichte von Luxushotels aufweist, sowie den Kanaren und dem spanischen Festland. Diese Vielfalt ermöglicht ganz unterschiedliche Urlaubserlebnisse im selben Land und spricht viele Wiederholer an.

Shootingstar dieses Sommers ist im Luxusreisebereich Griechenland, das mit einem unglaublichen Wachstum von +109% drei Plätze im Beliebtheitsranking nach oben klettert und im Sommer 2022 den dritten Platz belegt. Verantwortlich für den immensen Erfolg des Urlaubsziels sind der Ausbau des Deluxe-Portfolios, gestiegene Hotel- und Restaurantstandards und das sehr gute Image der Destination. „Traumhafte Strände, malerische Buchten und türkisblaues Meer, eine hervorragende Küche und schon fast legendäre Gastfreundschaft machen Griechenland als Urlaubsland überaus attraktiv“, erläutert Sven Schikarsky. „Zudem sind die griechischen Inseln sehr unterschiedlich, so dass Naturliebhaber genauso fündig werden wie Urlauber, welche die angesagten Lifestyle-Hotspots bevorzugen.“ Ebenfalls für viele Luxusreisenden ein wichtiges Argument für die Destination: Die Möglichkeit, den Urlaub mit einem ein- oder mehrtägigen Segeltörn oder Charter einer Privatyacht in der Ägäis zu kombinieren.

Weiterhin hoch im Kurs steht im Luxussegment Italien. Das beliebte Urlaubsziel gibt zwar Gäste an Shootingstar Griechenland ab und verzeichnet daher einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Sommer 2019, verteidigt aber seinen vierten Platz im Ranking und gehört weiterhin zu den beliebtesten Luxusreisezielen des Sommers.

Den fünften Platz belegen in diesem Sommer die Vereinigten Arabischen Emirate. Zwar verzeichnen die VAE in den Sommerferienmonaten dieses Jahres einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu 2019, u. a. aufgrund der späten Öffnung von Abu Dhabi, dennoch bleiben sie weiterhin eines der gefragtesten Luxusziele des Sommers. Blickt man nicht nur auf die Ferienmonate, sondern auf die gesamte Sommersaison von April bis Oktober, zeigt sich sogar ein Gästezuwachs von 20% für die VAE, zu dem Dubai mit einem starken Plus von 64% maßgeblich beiträgt.

Die Platzierung unter den Top 5 der beliebtesten Luxusreiseziele in den Sommerferienmonaten verdeutlicht: Die Urlauber schätzen die herausragende Hotellerie insbesondere in Dubai und Abu Dhabi mit großen Pools, herausragenden Spas, ausgezeichneten Restaurants und luxuriösen Zimmern. „Und dieser Luxus ist im Sommer in den VAE für einen Bruchteil dessen zu haben, was Urlauber in anderen Zielen für Vergleichbares zahlen“, betont Sven Schikarsky. „Damit sprechen die Emirate weiterhin all jene an, die sich im Sommer zu einem äußerst attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis viel gönnen möchten.“

 Top 5 DERTOUR Deluxe-Ziele Sommer 2022 (ggü. Sommer 2019)
  1. Deutschland (-14%)
  2. Spanien (+4%)
  3. Griechenland (+109%)
  4. Italien (-41%)
  5. VAE (-68%)

Mietwagen weiter im Trend: Nachfrage größer als Angebot – bessere Verfügbarkeiten ab Herbst
Der Wunsch, das Urlaubsziel mit einem Mietwagen zu „erfahren“, ist weiterhin groß. Corona- und chipmangel-bedingt herrscht jedoch eine Knappheit auf dem internationalen Mietwagenmarkt. Einschränkend wirkt sich auch die besonders hohe Nachfrage des inneramerikanischen Tourismus in den USA und Kanada aus: Aufgrund von Einreisebeschränkungen machen viele US-Amerikaner und Kanadier Urlaub im eigenen Land – und buchen dabei einen großen Teil der Mietwagenflotten selbst, der in anderen Jahren den internationalen Gästen zur Verfügung stand. Doch es ist Besserung in Sicht: „Der inneramerikanische Tourismus lässt aktuell nach, da den Nordamerikanern wieder andere Ziele offenstehen. Das sind gute Nachrichten für unser wichtiges Mietwagenziel, die USA. Auch in den anderen beliebten Zielen wird es wieder mehr Mietwagen-Kapazitäten geben“, prognostiziert Schikarsky. „Ab Herbst wird es besser. Die möglichst frühe Buchung bleibt jedoch essenziell.“

Die USA sind in diesem Sommer erneut das mit Abstand beliebteste Mietwagenziel, dahinter kommen Irland, Portugal, Island und Kanada.

Auch im Sommer 2019 lagen die USA bei den Mietwagenzielen auf Platz 1. Zu den Top 5 zählten daneben Griechenland, Spanien, Kanada und Irland.

Top 5 Mietwagen-Destinationen Sommer 2022 (ggü. Sommer 2019)
  1. USA (-6%)
  2. Irland (+10%)
  3. Portugal (+14%)
  4. Island (-1%)
  5. Kanada (-70%)
Mietdauer: 11 Tage Mietwagen auf der Fernstrecke, 8 Tage in Europa und am Mittelmeer sowie 5,5 Tage in Deutschland

Insgesamt und über alle Ziele hinweg betrachtet ist die durchschnittliche Mietdauer der Mietwagen sehr konstant geblieben und liegt bei 9,3 Tagen (2019: 9,2 Tage). Das entspricht einem Plus von 1%.

Kürzer geworden ist die durchschnittliche Mietdauer auf der Fernstrecke: Während im Sommer 2019 der Mietwagen im Schnitt 12,4 Tage lang gemietet wurde, sind es in diesem Sommer noch 11,2 Tage, also 10% weniger als 2019.

In Europa inklusive der Mittelmeerziele ist die Mietdauer mit einem Plus von 3% geringfügig gestiegen und liegt nun bei 8 Tagen (gegenüber 7,8 Tagen 2019).

Länger gemietet werden Mietwagen in Deutschland: Die Mietdauer hat sich von 4,9 Tagen im Sommer 2019 um 8% auf 5,5 Tage im Sommer 2022 erhöht. Gäste, die in Deutschland einen Mietwagen buchen, haben entweder kein eigenes Auto, das sie zur Anreise nutzen können, oder möchten es nicht zur Anreise innerhalb Deutschlands nutzen, weil die Bahnanreise – bspw. mit dem 9-Euro-Ticket – in Anbetracht der hohen Spritpreise günstiger ist. Andere wiederum nutzen im Alltag einen Kleinwagen und mieten für den Urlaub mit der Familie und mehr Gepäck ein größeres Auto. Allen gemein ist der Wunsch nach Flexibilität am Urlaubsort. Daher entscheiden sie sich für einen Mietwagen in Deutschland – und das länger als noch vor drei Jahren.

Starke Nachfrage nach Campmobilurlaub: Fahrzeugknappheit ist begrenzender Faktor – Erleichterung ab Herbst

Trotz der späten Öffnung vieler beliebter Campmobil-Ziele und einer – wie bei den Mietwagen – corona- und chipmangelbedingten Fahrzeugknappheit, erreichen die Camperreisen im Sommer 2022 knapp 80% des Buchungsvolumens des Sommers 2019.

An den beliebtesten Reisezielen für den Camperurlaub hat sich im Vergleich zu 2019 wenig verändert: In diesem Sommer befindet sich Island unter den Top 5-Camperzielen, während Namibia nicht mehr dazu zählt:

Top 5-Campmobil-Ziele Sommer 2022 (ggü. Sommer 2019)
  1. Kanada (-22%)
  2. USA (-23%)
  3. Australien (-57%)
  4. Island (-4%)
  5. Neuseeland (-77%)

Spitzenreiter unter den beliebtesten Camperzielen sind und bleiben die nordamerikanischen Ziele USA und Kanada, die in diesem Sommer erneut den Großteil der Campmobil-Buchungen auf sich vereinen.

Die starken Rückgänge in Neuseeland und Australien hängen mit den besonders spät gelockerten bzw. gefallenen Einreisebeschränkungen zusammen. Vor deren Hintergrund und weil Reisen nach Neuseeland und Australien im Allgemeinen sowie Campmobile im Speziellen traditionell weit im Voraus gebucht werden, ist die bestehende Nachfrage erfreulich – zumal in Australien und Neuseeland aktuell Winter ist und damit keine Hauptsaison.

Für den deutschen Herbst und Winter zeichnet sich eine Entspannung auf dem Campmobil-Markt ab. „Das sind sehr gute Nachrichten für alle, die sich ihren Traum vom Camper-Urlaub in Australien oder Neuseeland endlich erfüllen möchten“, sagt Sven Schikarsky. „Oberstes Gebot dabei: So früh wie möglich buchen. Denn der Nachholeffekt wird im Herbst und Winter für eine hohe Nachfrage sorgen, während die Flotten noch nicht zu ihrer alten Stärke zurückgekehrt sein werden.“