Corona-Virus: DER Touristik bietet Sonderkündigungs- und Umbuchungsrecht für Asien-Reisen an

Sicherheit trotz Corona-Virus: Die DER Touristik reagiert auf die Verunsicherung der Verbraucher und bietet ein Sonderkündigungs- und Umbuchungsrecht für Asien-Reisen an. Dieses gilt mit einer Frist von 15 Werktagen vor Abreise für alle zwischen dem 1. Februar und 31. März 2020 bei den Veranstaltern Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen gebuchten Reisen nach China, Indonesien, Japan, Malaysia, Myanmar, Thailand und Vietnam im Reisezeitraum 1. April bis 30. August 2020, wenn sich der Virus weiter verbreitet.

Die Veranstalter reagieren damit auf die Sorge, dass sich der Corona-Virus weiter ausbreiten könnte. „Die Verbraucher sind unsicher, ob sie einen Urlaub in Südostasien buchen können, weil sie nicht wissen, wie sich die Situation entwickeln wird“, weiß Mark Tantz, Geschäftsführer DER Touristik Deutschland. „Mit unserem Sonderkündigungs- und Umbuchungsrecht gehen sie Null Risiko ein und haben die Gewissheit, dass sie von der Reise zurücktreten können, falls sich die Lage nach der Buchung zuspitzt.“

Weitere Informationen dazu in ihrem Reisebüro.

Hier auch noch weitere Informationen dazu  von der Krisenmanagerin Melanie Gerhardt im Gespräch über das Corona-Virus:

In China breitet sich das Corona-Virus aus. Peking hat Großveranstaltungen zur Feier des chinesischen Neujahrsfests abgesagt, Tempel und Teile der Großen Mauer geschlossen. Auch außerhalb Chinas wurden laut Medienberichten bereits einzelne Fälle aus Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA gemeldet. Welche Auswirkungen spürt die DER Touristik? Welche Möglichkeiten haben Gäste, die eine Reise nach China gebucht haben?

Melanie Gerhardt, Leiterin des Sicherheits- und Krisenmanagements der DER Touristik, klärt auf:

Frau Gerhardt, seit Tagen häufen sich in den Medien die Meldungen zum Corona Virus in China. Wie viele Gäste hat die DER Touristik derzeit im betroffenen Gebiet?

Melanie Gerhardt: In den direkt betroffenen Gebieten Chinas, wie der Provinz Wuhan, hat die DER Touristik keine Reisegäste. Da der Winter nicht die Haupreisezeit für China ist, sind derzeit deutlich weniger Reisegäste vor Ort als zur Hauptsaison im Sommer. Insgesamt hat die DER Touristik derzeit eine niedrige dreistellige Anzahl von Gästen in China.

Welche Möglichkeiten haben Gäste der DER Touristik, wenn sie eine China-Reise gebucht haben?

Melanie Gerhardt: Die DER Touristik bietet für ihre Veranstaltermarken Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen, welche China im Programm haben, kostenlose Umbuchungen und Stornierungen für China-Reisen mit Abreisetermin bis 31.3.2020 an. Wir kontaktieren unsere Reisegäste aktiv und bitten sie, ihre Reiseabsichten zu überdenken, denn das Auswärtige Amt empfiehlt, derzeit nicht zwingende Reisen nach China, wie beispielsweise Urlaubsreisen, auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Wir beobachten die Lage vor Ort und die Meldungen der WHO und des Robert Koch Institutes äußerst aufmerksam und stehen in ständigem Kontakt mit allen relevanten Behörden. Sollte sich die Situation verändern, reagieren wir umgehend und nehmen alle notwendigen Anpassungen vor und informieren unsere Gäste entsprechend.

Wie reagieren Ihre Gäste? Gibt es viele Anfragen von besorgten Gästen?

Melanie Gerhardt: Wir halten unsere Gäste per SMS und Aushängen in den Hotels auf dem Laufenden, damit sie zu jeder Zeit gut informiert sind. Entsprechend wenige Anfragen erreichen uns von Gästen.

Was passiert mit den Gästen der DER Touristik, sollte das Virus sich weiter ausbreiten? Sind Sie dafür gerüstet?

Melanie Gerhardt: Im Rahmen der Krisenprävention ist die DER Touristik für alle Szenarien gerüstet. Wir haben – für den Fall der Fälle – einen ausgefeilten Pandemieplan, den wir stets nach den Meldungen der WHO und des Robert-Koch-Institutes anpassen. Selbstverständlich arbeiten wir sehr eng mit der WHO und allen anderen relevanten Behörden sowie den Flughafenbetreibergesellschaften zusammen.

Corona Virus in China, Brände in Australien, Hurrikan in Florida: Auch wenn es sich um völlig unterschiedliche Krisen handelt, scheint es, dass sich die Zahl der dramatischen Ereignisse häuft. Teilen Sie diesen Eindruck?

Melanie Gerhardt: Es mag überraschen, aber wenn wir die nüchternen Zahlen betrachten, hat die Anzahl der Krisen sogar leicht abgenommen. Das zeigt unsere Statistik. Doch nicht die reine Anzahl von Ereignissen ist relevant, denn obwohl es 2019 weniger Krisen zu managen galt, so waren diese doch komplex und gestalteten sich daher in der Abwicklung und Betreuung entsprechend intensiv. Zudem haben einige Krisen ungeahnte Dimensionen angenommen. Bestes Beispiel sind die Buschfeuer in Australien. Brände gibt es dort im Frühjahr und Sommer seit ewigen Zeiten, sie sind Teil der Natur. Die Feuer haben aber noch nie so früh eingesetzt, so lange angehalten und solch verheerende Ausmaße angenommen. In unserer Statistik zählt die Waldbrandlage in Australien als eine Krise, beschäftigt waren wir jedoch von Anfang Dezember bis Mitte Januar mit sehr umfangreichen Umroutings und Evakuierungen. Trotzdem muss man auch hier die Dinge ins richtige Verhältnis setzten. So schlimm die Brände auch waren: 95 Prozent Australiens waren nicht von ihnen betroffen. Und hier zeigt sich die doppelte Aufgabe des Krisenmanagements: Es gilt zum einen, alles Menschenmögliche zu unternehmen, um unsere Reisenden zu schützen, und zum anderen, sachlich über die Lage vor Ort aufzuklären und Panik zu verhindern.