Camping Lanterna in Istrien

Der vielfach preisgekrönte Campingplatz Lanterna, einer der größten Campingplätze Kroatiens, verteilt sich als gepflegte Parkanlage über eine grüne Halbinsel in der Nähe der Weltkulturerbe-Stadt Porec. Er ist hübsch und gepflegt, die Parzellen liegen überwiegend angenehm im Schatten. Die Wege innerhalb des Geländes sind nicht gerade kurz, weshalb es sich empfiehlt, ein Fahrrad mit hierher in den Urlaub zu nehmen.

Die Anlage bietet zahlreiche Möglichkeiten Sport zu treiben und Haustiere sind herzlich willkommen. Verschiedene Mietunterkünfte, darunter auch Mobilhäuschen in typisch istrischem Stil, warten auf Gäste ohne eigene Campingausrüstung. Vom Bootsslip bis zur Massage ist das Serviceangebot durchweg hochwertig. Die Sanitäranlagen sind alle recht neu und sehr gepflegt und sauber. Analog zu Hotelsuites gibt es sogar einen „Präsidenten-Stellplatz“ direkt am Meer mit 200 Quadratmetern, Grill, Sonnenliegen, Sonnenschirmen und eigener Dusche. Der felsige Strand erstreckt sich des ganzen Platzes, zusätzlich gibt es ein Freibad mit Meerwasser und einen Whirlpool sowie ein Kinderbad mit Rutschen und Süßwasser. Auch wenn der Strand felsig ist, so ist an manchen Stellen und Buchten auch großflächig Sandstrände und Kiesstrände angelegt, wie auch betonierte Badeterrassen, über die man bequem ins kristallklare Wasser gelangen kann. Für Sportbootfahrer gibt es einen kleinen Hafen. Tagsüber und auch abends sorgt ein Animationsteam für gute Unterhaltung.
Besonders empfehlenswert ist es am Abend auf der Terrasse des platzeigenen Spezialitätenrestaurants Adria mit Blick aufs Meer und dezenter Live-Musik, istrische Spezialitäten zu genießen.

Nicht nur auf dem Campingplatz gibt es sämtliche Einkaufsmöglichkeiten und gute Restaurants. Mit einem Shuttlebus geht es auch zu dem in direkter Nähe gelegenen Zentrum der Valamar-Hotel- und Apartmentanlage mit zusätzlichen Restaurants, einer Diskothek und natürlich auch diversen Einkaufsmöglichkeiten. Mit dem Shuttle können FKK-Fans übrigens auch den Strand des benachbarten FKK-Solaris kostenlos nutzen.

Einziger Wermutstropfen ist, dass auf einigen idyllischen Teilen des Platzes tagsüber der Lärm eines Steinbruches auf der gegenüber liegenden Seite der Bucht etwas vom Wind hinübergetragen wird.

An interessanten Ausflugszielen mangelt es in der Umgebung nicht. Beispiel: die Grotte Baredine (täglich geöffnet vom 1. April bis zum 31. Oktober; www.baredine.com). Man erreicht sie über die Schnellstraße Triest-Pula, Ausfahrt Višnjan/Porec-Nord, anschließend in Richtung Porec. In der Höhle erwartet die Besucher eine Schatzkammer von Stalaktiten und Stalagmiten, unterirdischen Skulpturen, die durch Wirkung des Wassers entstanden sind. Zu bestaunen sind Tropfsteinformen wie die „Gottesmutterform“ oder der „Turm von Pisa“. Und mit etwas Glück können Grottenolme und winzige durchsichtige Krebse und Insekten beobachtet werden.

Wer das nahe Küstenstädtchen Porec besucht, findet dort nicht nur viele kleine Geschäfte, urige Restaurants und Bars, sondern wandelt auch auf Straßen, auf denen bereits die alten Römer lustwandelten. Es sind zwar mehr als 2000 Jahre vergangen seit Porec Römische Kolonie war, aber noch heute findet man noch deren Anzeichen, wie auch das Stadtbild geprägt ist von den Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie, während deren Zeit der istrische Landtag seinen Sitz in der Hafenstadt hatte. Die Euphrasius-Basilika mit ihren berühmten Mosaiken darf bei keinem Streifzug durch die historische Hafenstadt vergessen werden und entlang der Peškera-Bucht an der nordöstlichen Seite des Altstadtkerns ist der „nördliche Turm“ mit seinen teilweise gut erhaltenen Randmauern zu sehen.

Text: Detlef Düring Bilder: Detlef Düring und Valamar