Bodenmaiser Hof – Ein Schmuckkästchen im Bayerischen Wald

Bodenmaiserhof
Bodenmaiserhof

Entspannung pur, einfach mal die Seele baumeln lassen: Im Bodenmaiser Hof von Familie Geiger ist das Programm. Nur wenige Kilometer vom Arber entfernt hat die Familie in Bodenmais ein wunderbares Refugium für Erholungssuchende erschaffen. Und dabei kommen Leib und Seele nicht zu kurz, denn das ****S-Wellness- und Aktiv-Hotel steht für beides:  Genießen mit allen Sinnen und genauso unbeschwert aktiv in den Urlaub starten können.

Bodenmais Waldspaziergang ©Laurenti
Bodenmais Waldspaziergang ©Laurenti

Gerade im Winter verwandelt sich die Landschaft um den kleinen Ort in ein zauberhaftes Paradies. Über Nacht sind 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Wie Wattebäusche hängt die weiße Pracht in den Ästen der Bäume. Die zarten Kristalle glitzern in der Sonne – einfach perfekt. So lässt sich der Schnee bei einer Winterwandung herrlich genießen.

Den Weg zu den Rißlocher Wasserfällen habe ich spontan gegen die Panoramawanderung zum Silberberg, den Hausberg von Bodenmais, „eingetauscht“. Beide Touren starten übrigens direkt am Hotel. Der Weg ist gut ausgeschildert und trotz des Neuschnees schon am Morgen geräumt. Expeditionen in unberührtes Terrain muss ich nicht wagen. Aber ein paar Schneebälle werfen…, bei einer solchen Pracht wird das Kind in mir geweckt und ich habe mächtig Spaß.

Silberberg ©Laurenti
Silberberg ©Laurenti

Die Wanderung führt zum Silberberg, wo schon im 15. Jahrhundert Silber abgebaut worden ist, später dann Eisenoxyd. Seit 1962 ist der Stollen stillgelegt. Heute kann man im Museumsbergwerk viel über die harte Arbeit der Männer unter Tage erfahren. Allerdings hat das Museum im Winter leider geschlossen.

Nach Weihnachten ist der Skihang dort trotzdem gut besucht. Gerade für Familien ist das ein lohnendes Ausflugsziel. Oder man zieht sich die Schneeschuhe an und wandert los. Die kann man sich übrigens, wie auch Rucksack oder Stöcke, jederzeit an der Rezeption des Bodenmaiser Hofs ausleihen.

Für Juniorchefin Sandra Geiger-Pauli ist das Konzept bewusst so, dass „Jeder aktiv sein kann, es aber nicht muss. So darf sich jeder auf seine Weise bei uns wohlfühlen“, erzählt sie mir. Das nehmen sich die Gäste gerne zu Herzen. Das angenehme Ambiente mit dem Mix aus Moderne und Tradition, sowie die individuelle Note sorgen dafür, dass der Gast sich sofort heimisch fühlt. „Wir wollen ein Schmuckkästchen sein“, sagt die Chefin nicht ohne Stolz.

Bodenmaiser-Hof Garten
Bodenmaiser-Hof Garten

In vierter Generation führt Sandra Geiger-Pauli den Familienbetrieb weiter und freut sich, dass ihre drei Kinder genauso viel Spaß an der Hotellerie haben wie sie selbst. „Ich habe schon als Kind für die Angestellten gekocht,“ erzählt sie, so dass für sie schon früh feststand, in die Fußstapfen der Eltern und Großeltern zu treten.

Begonnen hat der Familienbetrieb 1922 – damals allerdings nicht als Gastronomie, sondern als Limonaden- und Malzbierherstellerei. 1943 übernahm Tochter Rosa Haller den Betrieb und baute zusammen mit ihrem Mann Wolfgang Josef Geiger 1948 die Bahnhofsgaststätte dort an, die 1963 „Bodenmaiser Hof“ getauft wurde. Für die Sommerfrischler, vor allem aus Berlin, mussten die Kinder öfters ihre Zimmer räumen, später wurden Gästezimmer errichtet und damit Pionierarbeit im Ort geleistet. Eines der Kinder, die damals flugs für die Urlauber ausquartiert wurden, ist der heutige Seniorchef Wolfgang Geiger. Zusammen mit seiner Frau Anita übernahm er 1981 die Leitung und baute das Hotel zu seiner heutigen Größe aus.

Restaurant Bodenmaiserhof ©Laurenti
Restaurant Bodenmaiserhof ©Laurenti

60 Zimmer und Suiten sind geschmackvoll eingerichtet. „Tradition trifft Moderne“ ist der Grundsatz, der sich im ganzen Haus widerspiegelt. Viel Holz sorgt für den Wohlfühlfaktor und bestimmt das Interieur im Foyer und in den Zimmern. Bayerische Gemütlichkeit macht sich breit, ohne aufgesetzt oder übertrieben zu wirken. Man fühlt sich auf den ersten Blick wohl. Die Zimmer bieten nicht nur den nötigen Komfort, sondern auch ein wunderbares Schlaferlebnis, das ich so noch nicht in vielen Hotels hatte.

Obwohl kein spezielles Kinderhotel, bietet der Bodenmaiser Hof auch für den Nachwuchs, und somit für die Eltern, jede Menge Möglichkeiten. Ein eigenes Spielzimmer lässt keine Langeweile aufkommen und in den Ferien gibt es ein kleines Animationsprogramm für die jüngeren Gäste. Und zu jeder Jahreszeit spricht die Natur für sich.

Bodenmaiserhof Ruheraum
Bodenmaiserhof Ruheraum

Das kostenlose Vital- und Sportprogramm, sowie die eigenen Sport-Guides des Hauses, kommen bei den Gästen gut an. Mit Rückengymnastik oder Klangschalen-Meditation in den Tag starten ist nicht nur etwas für Frühaufsteher. Im Sky-Fitnessraum im dritten Stock des Hotels hat man bei Sport und Meditation einen angenehmen Blick in die Natur, die nur einen Steinwurf entfernt ist. Yoga, Pilates, Wassergymnastik, das Angebot ist groß. Oder man macht sich unter fachkundiger Führung auf zur Wanderung. Ein Naturspektakel sind die Rißlocher Wasserfälle. Entspannter geht es beim Waldbaden zu, wenn man die Natur ganz bewusst wahrnimmt.

Arbersee ©Laurenti
Arbersee ©Laurenti

Nach der Wanderung durch den Schnee freue ich mich auf Entspannung. Da sind der Wellnessbereich mit Spa-Areal und Anwendungen, sowie der Gartenanlage gerade richtig. Zugegeben, im Winter ist der Feng-Shui-Badeweiher mit Quellwasser vom Arber wohl nur etwas für die ganz Hartgesottenen, aber schon der Blick aus der Bade- und Wellnesslandschaft in den verschneiten Garten lässt das Genießerherz höherschlagen. In den acht verschiedenen Themensaunen und der Erdhügel-Eventsauna mit täglichen Aufgüssen kommt jeder auf seine Kosten. Einzigartige „RuheZonen“ bieten viel Platz und Rückzugsraum. Die „WasserWelten“ mit Indoor-Pool und Massagezonen, beheiztem Außenbecken mit Sprudelliegen und FKK „Heimat-Lagune“  finden schnell ihre Liebhaber.  Wenn es draußen dunkel wird und ganz leichter Schneefall den Boden bedeckt, ist eine Runde Schwimmen im Außenpool ein ganz besonderes Erlebnis. Das ist auch der Spa-Bereich mit den verschiedenen Anwendungen und Massagen. Und eine eigene Rundai-Kosmetikserie hat die Chefin mittlerweile fertiggestellt. Die hohen Ansprüche des „Well vital“-Mitglied-Hotels wurden bereits mit den Auszeichnungen „Wellness-Aphrodite“ und dem „Leading Spa Award“ belohnt.

Wolfgang Geiger ©Laurenti
Wolfgang Geiger ©Laurenti

„Räume, die Seele und Körper schmeicheln, luxuriös und persönlich, klar und fein bis ins Detail“ haben die Geigers geschaffen. Und das ist ziemlich wörtlich zu nehmen, wie Seniorchef Wolfgang Geiger verrät. Denn alles ist aus der Feder der Familie designt, erzählt er voller Stolz.

Doch Wolfgang Geiger frönt noch einer ganz anderen Leidenschaft, der Herstellung von eigenem Gin. 2000 baute er sich eine Brennerei gleich neben dem Hotel und ist dort häufig anzutreffen. Zwei Sorten hat der gelernte Koch bereits kreiert. Rundai-Gin 51 mit einer zartrosa Farbe verbindet das markante Wacholderaroma mit zarten Zitrusnoten. Rundai-Gin 57 sorgt mit seinem Kräuteraroma für einen ganz besonderen Geschmack. Daneben hat er klassische Obstbrände, von Zwetschge und Birne über Himbeere und Mirabelle bis zu Haselnuss und Apfel, Liköre wie seinen Kräuterlikör, und Obstgeiste im Angebot, die im Shop gekostet und gekauft werden können. Aber allen ist eines gemeinsam: Mild und weich, rund und ausgewogen sind die Brände, die Wolfgang Geiger anbietet. Wer sich über den Namen Rundai-Gin wundert, wird wohl nur mit Nachfragen auf den Ursprung stoßen. „In Bodenmais gab es zwei Familien Geiger mit einer Pension. Und weil bei unserem Haus ein runder Erker angebaut war, wurde unsere Familie Rundai im Ort gerufen“, erklärt Juniorchefin Sandra Geiger-Pauli.

Glasdorf ©Laurenti
Glasdorf ©Laurenti

Verwöhnt wird der Gaumen aber nicht nur mit edlen Bränden, sondern auch beim mehrgängigen Dinner mit köstlichen Kreationen.  Die Gerichte bestehen aus frischen und überwiegend regionalen (Bio-) Produkten, gewürzt mit Kräutern aus dem eigenen Garten.

Joska ©Laurenti
Joska ©Laurenti

Der Bayerische Wald ist auch bekannt für seine Glaskunst und die 250 Km lange Glasstraße. Ein kurzer Spaziergang zu Joska lohnt sich. Hier kann man einem Glasbläser bei der Arbeit zuschauen. In nur wenigen Minuten entsteht aus einem unförmigen Klumpen eine grazile Dekoration für den Garten. Die schweißtreibende Arbeit sieht kinderleicht aus. Die 1300 Grad Celsius heiße Masse auf dem Stab wird in geübten Handgriffen geblasen, geformt, abgekühlt und wieder erhitzt, bis sie schließlich in einer Pressform zur Vollendung gelangt. Dann noch den Aufhänger gestalten, und fertig ist das bunte Stück. In der Hütte erfährt man viel über die Glasherstellung in den letzten Jahrhunderten. Und wer Lust hat, darf sich selbst gegen einen kleinen Obolus als Glasbläser versuchen.

Bodenmais ©Laurenti
Bodenmais ©Laurenti

Was alles aus Glas gezaubert werden kann, gibt es im Glasparadies von Joska und im rund zehn Kilometer entfernten Arnbruck, bei Weinfurter, dem Glasdorf, zu entdecken und zu kaufen. Für einen Spaziergang durch den Garten und im Gebäude sollte man sich Zeit nehmen und die Kreationen auf sich wirken lassen.

Bodenmais liegt nur rund 15 Kilometer vom Großen Arber entfernt, der mit 1456 Metern höchste Berg im Bayerischen Wald.  Im Sommer ist die Region mit dem Qualitätsweg Goldsteig und zahlreichen Touren ein Eldorado für Wanderer. Im Winter ist es ein familienfreundliches Skigebiet. Ein besonderes Erlebnis ist für Sandra Geiger-Pauli die rund 7 km lange Wandertour zur Chamer Hütte mit anschließender Einkehr. Bei schönem Wetter hat man einen herrlichen Blick auf die Alpen. Und im Winter geht es dann mit dem Schlitten zurück bis nach Bodenmais. Und dort kann man sich im Bodenmaiser Hof weiter verwöhnen lassen.