Außergewöhnliche Berufe in Hotels und Resorts weltweit

Die ersten Flüge heben wieder in Urlaubsregionen ab und das Fernweh vieler Menschen wächst. Momentan bereiten sich die Mitarbeiter der Hotels auf die ersten Gäste vor. Während Rezeptionisten, Zimmermädchen, Barkeeper und Köche zum Team eines jeden Hotels gehören, gibt es in manchen Häusern auch außergewöhnliche Berufe, die nicht jeder Urlauber dort erwarten würde. Ob Palmsaft-Sammler, Sicherheitsmanagerin in der Wildnis oder der persönliche Host auf einer Luxusinsel, auch diese ungewöhnlichen Berufe gibt es in Luxushotels, Chalets und Resorts weltweit.

Coco-Palm Toddy Tapper ©Coco Collection
Coco Palm Dhuni Kolhu: Toddy Tapper im Paradies

Umrahmt von weißen Sandstränden finden Gäste auf Dhuni Kolhu ein Eco-Resort, dessen exklusiv ausgestattete Villen sich harmonisch in die ursprüngliche Natur der Malediven einfügen. Im Baa-Atoll können die Gäste die farbenfrohe Unterwasserwelt erkunden, mit Mantarochen schnorcheln und sogar Meeresbiologen assistieren, wenn sie frisch geschlüpfte Schildkröten auf ihrem Weg in ein spannendes Leben im Ozean begleiten. Auch ein Blick in die Wipfel der Palmen lohnt sich für die Gäste. Denn es ist gut möglich, dass sie dort oben in schwindelerregender Höhe Haroon Ibrahim, den Toddy Tapper des Resorts – einen Palmsaft-Sammler – entdecken. Schon als Kind liebte Haroon es, auf Palmen zu klettern und hatte den Wunsch, dieses sehr alte und traditionelle Handwerk zu erlernen. Um den wertvollen Nektar zu gewinnen, ist ein sehr aufwändiger Ernteprozess nötig. Durch das wiederholte Anschneiden von reifen Blütenständen gewinnt er den Saft der Kokosblüte, der dann in einem speziellen Behälter, dem sogenannten Badhi, aufgefangen wird. Dieser wohlschmeckende Saft muss entweder erntefrisch genossen oder zügig weiterverarbeitet werden, da sonst ein natürlicher Gärungsprozess einsetzt. Palmsaft enthält bis zu 15 Prozent Zucker und kann auch zu Palmwein oder Palmessig vergoren werden. Haroon empfiehlt den Gästen von Coco Palm Dhuni Kolhu, den intensiv nach Kokos schmeckenden und erfrischenden „Toddy“ pur und gleich am Morgen zu genießen, direkt nachdem dieser frisch gezapft wurde. So soll der Saft, der voller wertvoller Mineralien und Spurenelemente ist, auch am gesündesten sein.

Sicherheitsmanagerin bei Wilderness Air

Als Kirsty jünger war, flog sie bei einem Familienurlaub das erste Mal über das Okavango Delta in Botswana und war fasziniert von der wunderschönen Landschaft. Heute arbeitet sie bei Wilderness Air als Sicherheitsmanagerin für Botswana. Dort ist es ihre Aufgabe, die Sicherheit der Gäste auf den Wilderness Air Flügen zu gewährleisten. Sie fliegt drei Mal die Woche, aber verbringt die meiste Zeit im Büro, um Berichte zu verfassen und Lösungen für Probleme zu finden. Einzigartig ist die wunderschöne Aussicht über die entlegensten Gegenden der afrikanischen Wildnis. „Ich freue mich über die Reaktionen, die wir oft von den Gästen von Wilderness Safaris erhalten, insbesondere von denen, die Botswana zum ersten Mal besuchen. Die Aufregung in ihren Gesichtern zu sehen ist immer unbezahlbar“, sagt Kirsty.

Bramble Ski Pro – Skilehrer und Concierge zugleich

Bei Bramble Ski, dem größten Anbieter für Luxus-Chalets in den Alpen, ist der Bramble Ski Pro Privatskilehrer und Concierge in Personalunion. Er begrüßt die Gäste bei der Ankunft, koordiniert das Ski Equipment und fährt mit den Gästen Ski. Der zweitägige Skikurs ist inklusive, wenn die Urlauber das Luxus-Chalet mit Verpflegung gebucht haben. Außerdem organisiert der Bramble Ski Pro für die Gäste den besten Tisch im Restaurant, empfiehlt ihnen einen schönen Aussichtspunkt für den Sonnenuntergangs-Drink, bucht Heliskiing oder hilft dabei, noch schnell ein hochwertiges Geburtstagsgeschenk für den Liebsten zu besorgen. Dabei hält er engen Kontakt zum restlichen Chalet-Team, falls zum Beispiel einer der Gäste nach dem Skitag einen besonderen Wunsch hat. Wenn die Gäste einen Fahrservice gebucht haben, organisiert er auch die pünktliche Abholung von der Piste, dem Restaurant oder der Bar. Die Bramble Ski Pros sind top ausgebildete Skilehrer, die zusätzlich ein Training bei der renommierten EHL Hotelfachschule und bei Bramble Ski durchlaufen haben. Im Winter arbeiten 27 Bramble Ski Pros in sechs Resorts. 

©Thanda-Safari
Pflege, wilde Tiere und Umwelt – die drei Missionen der Wildlife Managerin und ansässigen Ökologin von Thanda Safari

Lorraine Doyle, die früher Krankenschwester auf einer Intensivstation war, ist heute leidenschaftliche Naturschützerin und eine der wenigen Frauen in der Safari-Szene Afrikas. Obwohl Gäste meistens nur wenig von der Wildlife Managerin bei ihren Abenteuern mit Thanda Safari mitbekommen, ist ihr Einfluss überall spürbar. Doyle stellt sicher, dass die preisgekrönten Luxus-Lodges und das private Wildreservat den höchsten Nachhaltigkeitsrichtlinien folgen, um dabei nicht nur die wilden Tiere, sondern auch die einheimische Pflanzenwelt auf fast 35.000 Hektar atemberaubender Wildnis im südafrikanischen KwaZulu Natal zu erhalten. Ihren großen Erfahrungsschatz bringt Doyle in vielen Rollen bei Thanda Safari ein. Als ausgebildeter Safari Guide und Ranger, besitzt sie die höchste Qualifikation im Reservat. Geboren und aufgewachsen in Bulawayo, Simbabwe, wurde ihre Leidenschaft für die Natur unter anderem durch Besuche der Victoriafälle, des Hwange-Nationalparks oder der Ruinenstadt Great Zimbabwe geprägt. Woran auch immer sie gerade arbeitet, Doyle ist immer mit Leidenschaft dabei. Vor Kurzem hat sie im Wildreservat ein neugeborenes Nashorn gepflegt, das zusammen mit seiner Mutter in einem Behandlungs-Boma gehalten wurde. Dies schützte es vor hungrigen Löwen und Hyänen, während es sich von einer Infektion erholen konnte, welche es sich bei der Geburt eingefangen hat. Doyle ist außerdem verantwortlich für die medizinische Behandlung von mehreren Geparden – darunter ein Männchen mit Beinbruch, wodurch dessen Jagdfähigkeit beeinträchtigt ist – und ein Weibchen, welches sich gerade von einem Hyänenbiss erholt. 

Bester Service der Malediven – Milaidhoo Island Maldives und seine Island Hosts

Mehrfach wurde der Service auf der lässig-luxuriösen Barfuß-Insel Milaidhoo Island Maldives von Tripadvisor als bester Service der Malediven ausgezeichnet. Das liegt insbesondere auch an den persönlichen Island Hosts, die jedem Gast rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Bei Ankunft werden Gäste von Milaidhoo persönlich von ihrem Island Host begrüßt, zur privaten Villa begleitet und können ihm oder ihr dann jederzeit ihre Wünsche mitteilen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Tischreservierung in einem der Restaurants, eine Buggy-Rundfahrt um die Insel, oder das Frühstück in der Villa handelt. Den persönlichen Island Hosts ist vor allem daran gelegen, dass die Zeit auf der Insel eine unvergessliche Erfahrung bleibt. Egal ob die Sonnencreme in der Villa vergessen wurde oder wenn ein romantisches Dinner auf dem privaten Pooldeck

gewünscht ist, die Island Hosts wissen genau, welche Settings den Urlaub perfekt machen. Ein besonderes Highlight ist, wenn der Urlaub maximal auch noch am letzten Tag ausgenutzt werden kann, etwa beim Schnorcheln im Hausriff oder bei einer Behandlung im Spa, während das Gepäck vom Island Host für die Abreise gepackt wird.

Imkerin für den Honig der Burg Schwarzenstein

Inge Haak ist Imkerin auf der Burg Schwarzenstein und erntet je nach Wetterbedingungen ein bis zwei Mal im Jahr den Honig der Bienen, welcher in den Gerichten und Getränken der Burg Schwarzenstein Verwendung findet. Inge Haak legt großen Wert auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Bienen und stellt auch die Wichtigkeit des Berufes in den Vordergrund: „Imker leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz, indem die Bestäubung der für den Menschen wichtigen Nutzpflanzen wie zum Beispiel die Obstbäume, den Raps aber auch Beerenobst wie Himbeeren und Johannisbeeren sichergestellt wird.“ Auf die Burg Schwarzenstein kommt sie immer gerne, um sich um die Bienen zu kümmern und die Aussicht über die wunderschönen Weinberge zu genießen. „Der Standort Burg Schwarzenstein ist wirklich ein besonderer, da die Bienen geschützt, aber zugleich mitten in der Natur stehen. Eine Lindenallee und genügend Wasser auf dem Gelände kommen den Bienen ebenfalls zugute“, erklärt Inge Haak.