Alta Badia wie ein Einheimischer erleben

Im Sommer 2021 findet die zweite Ausgabe von Nos Ladins – Wir Ladiner statt, die Initiative mit zahlreichen Aktivitäten, die es gemeinsam mit den Bewohnern dieses Landes zu erleben gilt. Das Ziel der Initiative ist, den vielen Touristen des Tals die heimischen Traditionen näherzubringen, damit sie mit der Erfahrung vieler unvergesslicher Erlebnisse wieder in ihre eigene Heimat zurückkehren können.

Alta Badia im Herzen der Südtiroler Dolomiten, dem UNESCO Welterbe, ist ein authentischer, kulturträchtiger Ort mit tausendjährigen Traditionen, welche die Ladiner, die Bewohner dieser Gegend, pflegen und verehren.

Alta Badia ©Alex Moling

– Nos Ladins – „Wir Ladiner“ bietet den Besuchern von Alta Badia die Möglichkeit, das Gebiet ein paar Stunden lang wie echte Einheimische zu erleben. Den unumstrittenen Protagonisten des Projekts ist eine starke, natürliche Leidenschaft für das Land gemein, das Land, wo sie geboren und aufgewachsen sind. Keiner kann diese Aktivitäten auf eine intensivere Weise lebendig werden lassen als die Menschen, die mit diesen Orten verbunden sind. Ein paar kostbare Momente in der Gesellschaft junger, einheimischer Bauern zu verbringen, oder vielleicht mit einem Gourmetkoch, einer Köchin von traditionellen Gerichten, einem Radfahrer, einer Schneiderin oder einem Bergführer, all das gehört zu den Erfahrungen, die bei den Menschen bleibende Erinnerungen hervorrufen werden.

Für diese Ausgabe wurden wegen der großen Nachfrage viele der Protagonisten des Vorjahres bestätigt. Zu ihnen gesellen sich zwei Neuankömmlinge, was die Initiative noch ansprechender macht.

AUF ENTDECKUNGSTOUR DES BERGBAUERNHOFS UND DER BAUERNFAMILIE

Einst wurde Alta Badia von der Arbeit der Bauern bestimmt: eine harte, aufwendige Arbeit, die jedoch große Genugtuung bescherte. Im Laufe der Jahre veränderte sich die Landarbeit. Die Liebe von Barbara und ihrer Familie für ihren Bergbauernhof hat sich jedoch nicht verändert. Barbara und Gregor empfangen gemeinsam mit ihren fünf Kindern die Gäste mit offenen Armen und erzählen stolz von ihrem Tagesablauf, den sie mit den Tieren im Stall, bei der Heuarbeit oder im Gemüsegarten, Barbaras großer Leidenschaft, verbringen. In ihrem Garten wachsen Kräuter, die Barbara auch in der Küche verwendet. Diese können von den Gästen des Bauernhofs geerntet werden, um ihre Gerichte zu würzen. Die Kräuter sind außerdem eine wichtige Zutat für die Herstellung des Brots, das die Teilnehmer gemeinsam mit Barbara für die Nachmittagsjause, „pan da domisdé“ genannt, zubereiten. Genossen wird die Jause bei einem sensationellen Blick auf die Dolomiten. Das sind die Termine: 9. Juli, 20. August und 1. September.

BESUCH IM HIRSCHPARK

Auf einer Fläche von über 7 Hektar gibt es über 30 Hirsche und Damhirsche im Hirschpark, der zwischen La Villa und Badia gelegen ist. Lukas Castlunger, ein junger Bauer des Ortes, züchtet seit einigen Jahren Hirsche und Damhirsche gemeinsam mit seinem Vater, mit dem er diese große Leidenschaft teilt. Lukas begleitet die Teilnehmer auf eine Entdeckungstour der faszinierenden Welt dieser eleganten und gleichzeitig beeindruckenden Tiere. Gemeinsam mit Lukas kann man anschließend einen Aperitif mit den besten heimischen Produkten zubereiten. Dieser wird im Keller des Familienbauernhofs, eines der ältesten und geschichtsträchtigsten Gebäude von Alta Badia, genossen. Das sind die Termine: 15. Juli, 5. und 26. August um 17 Uhr.

Alta Badia Frühstück mit-Pulverschnee ©Freddy-Planinschek
SONNENAUFGANG AM GIPFEL

Mitten in der Nacht aufstehen, um von einem Dolomitengipfel den Sonnenaufgang zu bewundern, ist eines der Dinge, auf die wahre Ladiner nicht verzichten. Manuel Agreiter, der örtliche Bergführer und Betreiber einer Almhütte am Vallon (2550 m) begleitet die Teilnehmer auf einer 1 1/2-stündigen Wanderung bis zum Klettersteig Piz da Lech. Hier kann man das Schauspiel der hinter der Bergkette Heiligkreuzkofel, Lavarela- und Conturinesspitze aufgehenden Sonne genießen. Manuel kennt den Namen aller Gipfel und es ist ein wahrer Genuss, seinen Geschichten über die Menschen und die Berge zu lauschen. Das Programm sieht den Treffpunkt in Corvara vor, wo man mit Manuel im Auto bis zu dem Ort fährt, von dem es zu Fuß weitergeht, um den Klettersteig Piz da Lech zu erreichen. Ebenfalls zu Fuß geht es zurück bis zum Vallon, wo das Frühstück geplant ist, bevor man zu Fuß oder mit der Liftanlage erneut in die Ortsmitte von Corvara zurückkehrt. Der Schwierigkeitsgrad der Wanderung ist einfach/mittelschwer. Diese sind die Termine: 21. Juli, 11. August und 15. September.

BERGKRÄUTER KENNEN UND PFLÜCKEN

Der Wald gilt als Energiequelle. Ihn gemeinsam mit Andrea Irsara, dem Gourmetkoch aus Alta Badia, zu entdecken, gilt als wirklich einzigartige Erfahrung. Andrea, der aus der Leidenschaft zum Kochen seinen Beruf machte, begleitet die Teilnehmer auf einen Weg durch Wälder und Bergwiesen. Er lehrt, wie man Bergkräuter erkennen kann, sie der Natur gegenüber achtsam sammelt und dann in der Küche verwendet. In seiner Gesellschaft werden Gerichte und Getränke mit schlichtem, jedoch authentischem Geschmack zubereitet. Die Initiative ist für all jene geeignet, die eine starke Leidenschaft für die Natur, die von ihr gebotenen Produkte, sowie für eine gesunde und gleichzeitig ausgefallene Küche hegen. Diese sind die Termine: 30. Juli und 3. September um 13.30 Uhr.

IM NÄHATELIER

Die Ladiner sind Menschen, die nie stillsitzen, sondern gerne ihrem Erfindergeist und ihrer Kreativität nachgehen. Einer dieser Menschen ist Anita Vittur, Mutter und Skilehrerin, die ihr Zuhause in ein Atelier verwandelt hat, wo sie mit großer Leidenschaft für Details und sämtliche handgefertigte Arbeiten, moderne und gleichzeitig von der heimischen Tradition geprägte Kleider und Accessoires entstehen lässt. Wenn man an den mit ihr organisierten Tagen teilnimmt, kann man den Lebensstil der Ladiner kennenlernen und außerdem bietet sich dabei die perfekte Gelegenheit, Anitas Geheimnisse zu entdecken. All das findet am Fuße ihrer geliebten Dolomiten statt, in ihrem Handwerksatelier, nur ein paar Schritte von der Ortsmitte von San Cassiano entfernt. Diese sind die Termine: 6. und 28. Juli, 4. und 25. August um 15.00 Uhr.

DIE GEHEIMNISSE DER LADINISCHEN KÜCHE

Die Küche ist wesentlicher Bestandteil der Kultur und der Traditionen eines Ortes. Die Gerichte der ladinischen Küche sind einfach, jedoch authentisch und werden nach einem Rezept zubereitet, das im Laufe der Jahre von Mutter an Tochter, von Generation zu Generation, überliefert wird. Daher muss man, um ein wenn schon nicht perfekter, aber zumindest guter Ladiner zu sein, unbedingt einen Nachmittag mit Annamaria Comploi in der Küche des Familienbauernhofes verbringen. Die in der Zubereitung von ladinischen Gerichten spezialisierte Köchin, enthüllt den Teilnehmern die Geheimnisse der heimischen Küche: Knödel, Turtres (frittierte Teigtaschen) gefüllt mit Spinat und Ricotta oder Sauerkraut, Furtaies (Strauben) und andere ladinische Gerichte werden nach den traditionellen Rezepten zubereitet und in einem einladenden und typischen Ambiente der Gegend eingenommen. Diese sind die Termine: 14. Juli, 4. August und 8. September um 15.00 Uhr.

DER BRAUCH DES ALMABTRIEBES

Mit dem Almabtrieb werden am Sommerende die Tiere in ihre Ställe in das Dorf zurückgebracht, nachdem sie in den wärmsten Monaten auf den Almen weiden durften. Wer an dieser Unternehmung teilnimmt, kann Matteo Piccolruaz, einen jungen Bauern des Ortes, auf den letzten Kilometern des Almabtriebs begleiten, während er das Vieh bis zum Dorf zurückbringt. Eine einzigartige, besondere Erfahrung, mit der man in die frühere Zeit reist. Matteo, der zur Gruppe der jungen Landwirte gehört, wacht über den Werten der Bauernkultur, die er zu schützen und mit Kohärenz und Überzeugung fortzuführen versucht. Das Programm sieht den Treffpunkt im Ort Saré vor, bei der Almhütte Capanna Alpina, um dann am Fluss entlang bis nach San Cassiano weiterzugehen, wo man La Villa und schließlich Badia erreicht. Der Termin ist für Sonntag, 19. September um 12.30 Uhr, vorgesehen. Die Wanderung dauert ungefähr drei Stunden.

FAHRRADTOUR AUF DEN STRASSEN, DIE DIE MARATONA DLES DOLOMITES INSPIRIERT HABEN

1985 wurde in Alta Badia zum ersten Mal einer der weltweit bekanntesten und beliebtesten Hobbyradmarathons ausgetragen: Der Maratona dles Dolomites-Enel. Der große Fahrradbegeisterte Igor Tavella erzählt den Teilnehmern Geschichten und Wissenswertes über das Radevent. Der Sohn von Eduard, eines der Erschaffer des Amateur-Radmarathons, begleitet die Radfahrer als echter „Insider“ auf einer Radrunde. Igor führt die Teilnehmer nämlich auf eine Entdeckungstour der bei den Liebhabern dieses Sports weniger bekannten Straßen und Wege. Abfahrt ist bei seinem Wohnsitz, wobei auch für einen Imbiss oder einen besonderen Pit-Stop eingekehrt wird, wie es für gewöhnlich auch die Einheimischen machen. Diese sind die Termine: 25. Juni, 27. August und 10. September.

Anmeldungen sind bei den Tourismusbüros in Alta Badia erforderlich. Sämtliche Initiativen werden unter Berücksichtigung der Bestimmungen bezüglich des Coronavirus geplant und umgesetzt, um die höchste Sicherheit der Teilnehmer zu garantieren. An jedem Termin können höchstens vier Personen teilnehmen.

Weitere Informationen unter www.altabadia.org