102,9-prozentige Erhöhung der BahnCard-Preise für Senioren zwischen 60 und 65 Jahren

Die Bahn erhöht mal wieder die Preise, ohne den Service zu verbessern. Schlimmer noch die Unpünktlichkeit der Züge wird nicht besser, sondern schlimmer. Manche Züge fallen einfach aus, oder werden gekürzt, die Sitzplatzreservierungen verfallen. Es wird spannend werden, ob die zukünftige Regierung das weiter so laufen lässt, oder aber mal klare Vorgaben macht.

Senioren BahnCard neue Altersgrenze

Auch die Preise für die Bahncards werden um 2,9% erhöht. Besonders bitter für ältere Personen zwischen 60 und 65 Jahren, bereits im Januar wurde ohne nachvollziehbare Begründung das Alter für den Erwerb einer Senioren-BahnCard von 60 auf 65 angehoben. Das ist für diese Altersgruppe immerhin noch eine zusätzliche Erhöhung von 100% gewesen. Das bisherige CSU/CDU geführte Verkehrsministerium hat dazu geschwiegen. Kein Wunder, es sitzen ja schließlich hauptsächlich ehemalige Mandats- und Postenträger dieser Parteien im Vorstand und Aufsichtsrat der Bahn.

Ein Lichtblick ist, dass zumindest diese Erhöhung aufgrund der Hochsetzung der Altersgrenze nicht für Bestandskunden gilt, die ihr Abo nicht gekündigt haben.

Wie mir eine Sprecherin der DB mitteilte, hat „die Anhebung der Altersgrenze für die Senioren BahnCard keinen Einfluss auf unsere Bestandskund:innen. Wer bereits im Besitz einer ermäßigten BahnCard ist, erhält auch weiterhin eine ermäßigte Bahncard. Voraussetzung ist, dass der bestehende Vertrag über die ermäßigte BahnCard nicht gekündigt wird.“

MyBahnCard bis 26 Jahren

Anders allerdings bei der „MyBahnCard“ für Jüngere Erwachsenen bis 26. Hier handelt es sich beim Übergang auf eine reguläre BahnCard „nicht um eine Preiserhöhung im eigentlichen Sinne, sondern um einen Bestandteil eines Vertrages, dem der Kunde bei Erwerb der MyBahnCard bereits zugestimmt hat.“ Denn es steht bereits in den AGBs, dass „Inhaber einer My BahnCard erhalten als Folgekarte eine BahnCard 25 bzw. 50 zum regulären Preis, wenn der Inhaber der My BahnCard vor Beginn des Verlängerungszeitraums 27 Jahre alt wird.“

Allerdings teilte mir die Sprecherin der DB auch mit „Da wir uns bewusst sind, dass dieser Vertragsbestandteil über die Zeit in Vergessenheit geraten kann, sind wir hier auch sehr kulant: Melden sich unsere Kund:innen nach Erhalt ihrer regulären BahnCard bei unserem BahnCard-Service und teilen uns mit, dass sie die BahnCard nicht weiter nutzen wollen, beenden wir das Abonnement auf Kulanzbasis auch vorzeitig. Voraussetzung ist, dass die Kund:innen vor dem ersten Geltungstag der regulären BahnCard mit uns Kontakt aufnehmen.“